
Xokonoschtletl Gomora (* 17. Februar 1951 in Mexiko unter dem Namen Antonio Gómora) ist ein mexikanischer Tänzer, Aktivist, Neoschamane und Anführer einer mexikanischen indigenen Bewegung, die sich den Azteken zugehörig empfindet. Eines seiner Ziele ist es, die im Weltmuseum in Wien aufbewahrte präkolumbische Federkrone (span. penacho) nach Mexiko zurückzubringen.
Der Name Xokonoschtletl [] ist eine der deutschen Schreibweise angenäherte Zusammensetzung. Der Name wird von seinem Träger wie folgt erläutert: (Nahuatl: Xoko = „sauer“, „bitter“, Nosch (von „Noschtli“) = „Kakteenfeige“, Tletl = „Feuer“) bedeutet wörtlich „säuerliche/bittere und feurige Kakteenfeige“. Im übertragenen Sinn soll der Name in Anlehnung an die tiefen Wurzeln des Feigenkaktus aussagen: „Der, der sehr tiefe Wurzeln hat und sich dadurch ernähren und überleben kann“. Die lexikalisch belegten Elemente sind in der standardisierten Orthographie: xocotl, Jocote (Spondias myrobalanus), in Zusammensetzungen oft: säuerlich, nōchtli, Frucht von Opuntia ficus-indica und tletl, Feuer. Die Übersetzung wäre nach den Wortbildungsregeln des Náhuatl eher: säuerliches Kaktusfeigen-Feuer.
Gomora begann als Fremdenführer und wurde zum indigenen Aktivisten. Er etablierte eine weite Unterstützerszene in Mitteleuropa und verfasste zahlreiche Bücher, welche er teilweise selbst übersetzte. Er ist Gründer des Kulturvereins für Völkerverständigung Yankuik Anahuak International und war Sprecher des Weltrats der indigenen Völker (World Council of Indigenous Peoples).
Er fühlt sich dem Volk der Azteken zugehörig und hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, einen Museumsgegenstand, den er als die heilige Federkrone des neunten Kaisers der Azteken, Motekuhzomatzin Xokoyotzin (auch genannt Montezuma oder Moctezuma) bezeichnet, nach Mexiko zurückzubringen, der sich seit etwa 1928 im Museum für Völkerkunde in Wien befindet. Diese Krone ist seiner Meinung nach von höchster spiritueller und ideeller Bedeutung für die mexikanischen Ureinwohner. Sie sei das Symbol für die Wiederkehr des Geistes ihres Herrn Montezuma, Natur, Frieden, Harmonie, Dualität, Weisheit und spirituelle Macht. Von wissenschaftlicher Seite wird bestritten, dass sich der Federkopfschmuck auf den aztekischen Herrscher zurückführen lässt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gomora, Xokonoschtletl |
| KURZBESCHREIBUNG | mexikanischer Buchautor und Referent |
| GEBURTSDATUM | 17. Februar 1951 |
| GEBURTSORT | Mexiko |