Gotbert Moro (* 18. Februar 1902 in Hermagor; † 23. November 1987 in Klagenfurt) war ein österreichischer Historiker.
Gotbert Moro, Sohn des Hugo und der aus Ljubljana gebürtigen Marie Moro, jüngerer Bruder des Oswin Moro, widmete sich nach abgelegter Matura den Studien der Geschichte und Geographie an der Universität Graz, die er 1925 mit der Promotion zum Dr. phil. abschloss. Nach dem Erwerb des Lehrbefähigungszeugnisses im Jahre 1927 war er als Gymnasiallehrer in Klagenfurt tätig. 1938 hielt er eine an die „deutsche Jugend“ gerichtete Rede, die den Anschluss Österreichs an NS-Deutschland feierte. 1941 trat er eine Professorenstelle an der Klagenfurter Lehrerbildungsanstalt an, die er bis 1951 innehatte. Dazu fungierte Gotbert Moro von 1948 bis 1952 als provisorischer und in der Folge als definitiver Direktor des Kärntner Landesmuseums und Landesarchivs. 1957 wurde ihm eine Honorarprofessur für österreichische Geschichte, mit besonderer Berücksichtigung der Kärntner Landesgeschichte, an der Universität Graz übertragen. Überdies wirkte Moro zwischen 1939 und 1970 als Redakteur der Zeitschrift Carinthia.
Gotbert Moro wurde 1954 als korrespondierendes Mitglied in die Österreichische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. 1979 wurde er in Anerkennung seiner Verdienste um die Kärntner Landesgeschichts- und Paracelsusforschung mit dem Paracelsusring der Stadt Villach ausgezeichnet. Er war ab 1958 Mitglied der Freimaurerloge Zu den 3 Säulen im Süden und wurde 1963 in die Loge Enzenberg affiliiert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Moro, Gotbert |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 18. Februar 1902 |
| GEBURTSORT | Hermagor |
| STERBEDATUM | 23. November 1987 |
| STERBEORT | Klagenfurt |