Gottfried Koiner (* 26. September 1915 in Sankt Jakob, Wolfsberg, Kärnten; † 10. Mai 1994 in Salzburg) war ein österreichischer Offizier, der im Zweiten Weltkrieg in der deutschen Wehrmacht diente und im österreichischen Bundesheer der Zweiten Republik den Dienstgrad General der Panzertruppe (GdPz) erreichte. Er war unter anderem langjähriger Adjutant des Bundespräsidenten Adolf Schärf sowie Leiter der Sektion III im Bundesministerium für Landesverteidigung.
Nach dem Besuch der Pflichtschulen absolvierte Koiner ein Studium des Maschinenbaus und der Elektrotechnik. Am 6. November 1933 trat er als Einjährig-Freiwilliger in die 6. Kompanie des Kärntner Alpenjägerregiments Nr. 11 des österreichischen Bundesheeres ein. Vom 22. Oktober 1934 bis zum 31. März 1937 absolvierte er die Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt und wurde am 1. April 1937 zum Leutnant befördert.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde Koiner in die deutsche Wehrmacht übernommen. Ab dem 16. August 1938 war er als Kompaniechef in der 3. Leichten Division in Sprottau (Schlesien) eingesetzt. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs nahm er an den Feldzügen in der Tschechoslowakei, Polen, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Jugoslawien und der Sowjetunion teil. Im September 1942 erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann. Nach einer Verwendung als Taktiklehrer an der Kriegsschule Greifswald Anfang 1943 führte Koiner von Februar bis Juni 1943 als Bataillonskommandeur das III. Bataillon des Gebirgsjäger-Regiments 137 der 2. Gebirgs-Division. Von Jänner bis August 1944 absolvierte er die Generalstabsausbildung an der Kriegsakademie Berlin-Hirschberg und stieg im Februar 1944 zum Major auf.
Koiner geriet bei Kriegsende in Gefangenschaft, aus der er erst im Jahr 1950 entlassen wurde. Nach der Wiedererlangung der staatlichen Souveränität Österreichs durch den Staatsvertrag von 1955 schloss er sich dem neu aufgestellten Bundesheer an. Im Rang eines Oberstleutnants des Generalstabsdienstes fungierte er ab Oktober 1957 als erster Chef des Stabes der neu formierten 3. Panzergrenadierbrigade (bzw. 3. Panzerbrigade).
Noch im Jahr 1957 wurde Koiner, zunächst im Rang eines Obersts dG, zum militärischen Adjutanten des österreichischen Bundespräsidenten Adolf Schärf berufen. Diese Funktion, die eine enge Schnittstelle zwischen der Staatsspitze und dem Verteidigungsministerium bedeutete, bekleidete er bis zum Tod Schärfs im Jahr 1965.
In seiner späteren Dienstzeit wechselte Koiner in das Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV) nach Wien. Er stieg bis zum General der Panzertruppe auf und leitete bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand im Jahr 1976 als Sektionsleiter die Sektion III (Ausbildung und Bereitstellung) des Ministeriums. Seinen Lebensabend verbrachte er in Salzburg, wo er am 10. Mai 1994 verstarb.
| Personendaten | |
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| NAME | Koiner, Gottfried |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer General |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1915 |
| GEBURTSORT | Sankt Jakob, Wolfsberg, Kärnten |
| STERBEDATUM | 10. Mai 1994 |
| STERBEORT | Salzburg |