| Grabbeplatz Mühlenplatz, Paradeplatz und Friedrichsplatz (ehemalige Namen) | |
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Grabbeplatz, 2023 | |
| Basisdaten | |
| Ort | Düsseldorf |
| Ortsteil | Stadtmitte |
| Einmündende Straßen | Mühlenstraße, Königsallee |
| Bauwerke | Kunsthalle |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV |
| Platzgestaltung | Grünfläche |
Der Grabbeplatz in Düsseldorf war ursprünglich der Mühlenplatz (um 1697), dann der Kleine Paradeplatz (vor 1800), später der Friedrichsplatz (nach 1805). Seit 1936 heißt der Platz nach dem Dichter Christian Dietrich Grabbe.
Der Platz am Ende der Mühlenstraße hieß nach der alten städtischen Mühle (auch Platzmühle) ursprünglich Mühlenplatz. Die sogenannte Platzmühle am Mühlenplatz wurde seit dem Mittelalter betrieben. 1623 hatten der Gerresheimer und Düsseldorfer Kanonikus Petrus Laer ein Seminar für auswärtige Studenten am Mühlenplatz gestiftet. Von 1685 bis 1785 wurde das Haus des jülich-bergischen Vizekanzlers Theodor Althoven am Mühlenplatz als Gymnasium genutzt. Die Jesuiten betrieben am Mühlenplatz Gymnasium und Seminar. Bereits in dieser Zeit diente der Platz auch für Festlichkeiten und große Veranstaltungen: „Es bleibt noch zu erwähnen, dass auf dem Mühlenplatz früherhin die wilden Pferde, welche aus dem Duisberger Walde kamen, eingeritten wurden. Auch führte die Ritterschaft 1697 bei Gelegenheit der Hochzeitsfeier des Prinzen Philipp Wilhelm, eines jüngeren Bruders unseres prachtliebenden Fürsten Johann Wilhelm, hier ein Turnier und Caroussel auf.“
Als die Garnison den Platz für ihre Paraden benutzte, wurde dieser Paradeplatz genannt. Er galt als einer der „frühesten Paradeplätze Düsseldorfs“. Der Paradeplatz wurde aber auch als Schuh-, Wochen- und Gemüsemarkt genutzt, so um 1800 bei den dreitägigen Jahrmärkten in Düsseldorf – „die fremden Schuster brachte man auf dem ‚kleinen Paradeplatz‘ (Grabbeplatz) unter […] Der Wochen- oder Gemüsemarkt mußte an diesen Tagen auf den kleinen Paradeplatz ausweichen“ Adolph von Vagedes wollte insbesondere den Paradeplatz umgestalten: „Den Paradeplatz, den heutigen Grabbeplatz, wollte er zu einer waagrechten Fläche auffüllen, mit einer Brunnenanlage besetzen und mit der heutigen Heinrich-Heine-Allee […] mit einer Treppenanlage verbinden“.



In der nachfranzösischen Zeit wurden Plätze und Straßen nach Persönlichkeiten des Herrscherhauses umbenannt. So erhielt der Platz den Namen „Friedrichsplatz“ nach dem Prinzen Friedrich von Preußen. Die Straßenecke der Allee von da bis zur Ratinger Straße wurde nach König Friedrich Wilhelm IV. in Friedrichstraße umbenannt.
Seit 1936 wird der Platz nach dem Dichter genannt. Der Grabbeplatz zeigt neben der Kirche St. Andreas und dem Mausoleum des Hauses Pfalz-Neuburg das wilhelminische Amts- und Landgericht, die Kunsthalle und die Kunstsammlung K20. Diese befindet sich am Grabbeplatz 5 und wurde nach Entwürfen des Kopenhagener Architekturbüro Dissing+Weitling erbaut und 1986 eröffnet.
„So bietet der Grabbeplatz mit der barocken, 1622–28 entstandenen Andreaskirche und dem Mausoleum, dem wilhelminischen Amts- und Landgericht, der einen Bautypus der 1960er Jahre repräsentierenden städtischen Kunsthalle und der eleganten, postmodernen Kunstsammlung K20 des Landes eine Stilmischung von Bauwerken aus über 350 Jahren.“
Koordinaten: 51° 13′ 40,3″ N, 6° 46′ 34,1″ O