Gradenigo-Syndrom

Computer­tomografie einer Petrositis. Man erkennt als Komplikation Gas (schwarze Flecken) im angrenzenden Schädelinneren
Klassifikation nach ICD-10
H66.0 Akute eitrige Otitis media
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Gradenigo-Syndrom (synonym Lannois-Gradenigo-Syndrom, Pyramidenspitzensyndrom, englisch Gradenigo’s triad) ist Folge einer infektiösen Entzündung der Zellen der Felsenbeinpyramide (Petrositis). Das Syndrom ist eine seltene Komplikation der akuten Mittelohrentzündung. Greift die Entzündung ins Schädelinnere über, verursacht sie durch ein kollaterales Ödem oder entzündliche Infiltration eine Schädigung der benachbarten Hirnnerven mit folgenden Symptomen (Gradenigo-Trias):

Der italienische Ohrenarzt Giuseppe Gradenigo (1859–1926) beschrieb die Erkrankung erstmals im Jahr 1904.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO. Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln 2019, S. 334.