Johann Gradt

Johann Gradt (* 21. Dezember 1831 in Jurklošter, Slowenien; † 19. Juli 1879 in Wien) war ein österreichischer Architekt und Denkmalpfleger.

Leben

Gradt wurde in der damaligen Untersteiermark als Sohn eines Fleischers und späteren Gastwirts geboren. Nach seiner schulischen Ausbildung in Wien war er 1851 bis 1857 Student der Technik am Joanneum in Graz. Er verließ Graz ohne Abschluss und wechselte auf die Architekturschule der Akademie der bildenden Künste in Wien. Nach Beendigung des Studiums ging Gradt zurück in die Steiermark und war ab 1863 im Dienste der Denkmaldokumentation tätig. 1867 bekam er vom Historischen Verein für Steiermark den offiziellen Auftrag, die von Carl Haas begonnene sogenannte Monumentalstatistik (zeichnerische Erfassung von v. a. mittelalterlichen Denkmalen) zu vollenden. Im Sommer 1869 wurde er Sekretär des Niederösterreichischen Gewerbevereins und Direktor der ersten österreichischen Baugewerkschule in Wien. Er verlegte daraufhin seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Wien. 1871 wurde er Korrespondent für Niederösterreich der k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Monika Küttner: Carl Haas und Karl Haas. „Verschmelzung“ und „Entflechtung“ zweier gleichnamiger Künstlerpersönlichkeiten (= Veröffentlichungen des Steiermärkischen Landesarchivs Bd. 41 / Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark Sonderband 26). Graz 2017, S. 156 ff.
Personendaten
NAME Gradt, Johann
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Architekt und Denkmalpfleger
GEBURTSDATUM 21. Dezember 1831
GEBURTSORT Jurklošter
STERBEDATUM 19. Juli 1879
STERBEORT Wien