Greïn

Greïn
Lage Sahara; ‏Iférouane, Niger
Greïn (Niger)
Greïn (Niger)
Koordinaten 20° 30′ N, 10° 55′ OKoordinaten: 20° 30′ N, 10° 55′ O
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Der Greïn ist eine bis zu 505 m hohe Hügelkette in der Gemeinde Iférouane in Niger.

Lage und Geologie

Der Greïn erstreckt sich grob in Nord-Süd-Richtung in der zur Sahara gehörenden Sandwüste Ténéré. Etwa 38 Kilometer weiter nordöstlich befindet sich die Wegmarkierung des Arbre Perdu.

In geologischer Hinsicht setzt sich der Greïn aus grobem quarzzementierten Sandstein aus dem Devon zusammen, der annähernd horizontal geschichtet ist. Die Umgebung der Hügelkette besteht aus Feinkies-Alluvionen, die nach Westen hin vermehrt unter Sand liegen.

Archäologie und Meteoritenfunde

Der Greïn ist ein archäologischer Fundort der altsteinzeitlichen Atérien-Kultur. Hier befand sich offenbar eine Produktionsstätte für Mörser und Stößel aus dem vor Ort vorhandenen groben quarzzementierten Sandstein.

Drei 1997 in der Umgebung der Hügelkette entdeckte Meteoriten wurden die Sammlung des Museums der Natur Hamburg übernommen. Es handelte sich um zwei gewöhnliche Chondriten und um einen Enstatit-Chondriten.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Réserves naturelles de l’Aïr et du Ténéré. Carte des limites de la réserve (en vert). UNESCO Centre du patrimoine mondial, abgerufen am 1. November 2026.
  2. ↑ Stephen C. Stringall, Delores Broyles: Niger. Scale 1 : 2,000,000. Karte. ITMB Publishing, Vancouver 2004, ISBN 1-55341-349-0.
  3. ↑ Helga Besler: Untersuchungen zur äolischen Dynamik im Ténéré (Republik Niger). In: Klaus Hüser.und Helmut Stingl (Hrsg.): Beiträge zur Geomorphologie Afrikas. Supplementband 74. Gebrüder Borntraeger, Berlin/Stuttgart 1989, ISBN 978-3-443-21074-8, S. 4.
  4. ↑ Boubé Gado, Abdoulaye Maga, Oumarou Amadou Idé: Rappel sur les faits préhistoriques et historiques de la zone Nord du Niger. In: Mamadou Moustapha Niang, Boubé Nagando, Seyni Seidou, Elizabeth Wangari (Hrsg.): Les pillages des sites culturels et naturels au Niger. UNESCO, Paris 2001, S. 106.
  5. ↑ Martín Almagro: Das Neolithikum und Chalkolithikum Afrikas. In: Karl Josef Narr (Hrsg.): Handbuch der Urgeschichte. Band 2: Jüngere Steinzeit und Steinkupferzeit: frühe Bodenbau- und Viehzuchtkulturen. Francke, Bern/München 1975, ISBN 978-3-7720-0042-3, S. 253.
  6. ↑ Meteorites appearing in the Meteoritical Bulletin using the abbreviation Hamb. In: Meteoritical Bulletin Database. Archiviert vom Original am 16. August 2024; abgerufen am 1. November 2026 (englisch).