Gregor Christandl (* 1980) ist Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Graz und Leiter des dortigen Instituts für Zivilrecht, Ausländisches und Internationales Privatrecht. Seit 2025 ist er zudem interimistischer Direktor des Instituts für Europäisches Schadenersatzrecht der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Graz.
Der gebürtige Südtiroler studierte Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, wo er ab 2004 auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter tätig war und 2006 mit einer rechtsvergleichenden Arbeit zum Nichtvermögensschadensrecht promovierte. Von 2009 bis 2010 absolvierte er einen Master of Laws an der Yale Law School, USA. Im Anschluss war er wissenschaftlicher Referent und Habilitand bei Reinhard Zimmermann am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg. Ab 2013 war er als Assistenzprofessor am Institut für Italienisches Recht der Universität Innsbruck tätig, ab 2017 als Assoziierter Professor und von 2017 bis 2019 auch als Institutsleiter. Seine Habilitation in den Fächern Bürgerliches Recht, Rechtsvergleichung und Internationales Privatrecht erfolgte 2015 mit einer historisch-vergleichenden Arbeit zum Erbrecht.
Seit 2021 ist Christandl Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Graz, wo er seit 2024 auch das Institut für Zivilrecht, Ausländisches und Internationales Privatrecht leitet und seit 2025 als Mitglied des Senats fungiert. Zudem ist er seit 2019 Gastprofessor an der Universität Padua, seit 2020 Mitglied des Kollegiums der Doktoratsschule an der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen in Mailand sowie Mitglied der Academia Internacional de Derecho de Sucesiones in Buenos Aires.
2025 wurde er darüber hinaus zum interimistischen Direktor des Instituts für Europäisches Schadenersatzrecht der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Graz bestellt; weiters zum stellvertretenden Direktor des European Centre of Tort and Insurance Law und zum Mitherausgeber des Journal of European Tort Law.
Christandls Forschungsschwerpunkte sind das Erbrecht, das Schadenersatzrecht und das Vertragsrecht, wobei er bei seinen rechtsvergleichenden Arbeiten neben dem österreichischen Recht insbesondere das italienische, deutsche, französische, englische und spanische Recht berücksichtigt. Für das von ihm koordinierte interdisziplinäre Projekt „(Ver-)Erben im gesellschaftlichen Wandel“ gewährte der FWF für den Zeitraum 2026 bis 2031 eine Förderung in Höhe von 1,49 Millionen Euro.
| Personendaten | |
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| NAME | Christandl, Gregor |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Jurist und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 1980 |