Gregory Boyington

Gregory Boyington
Boyington kurz nach dem Erhalt der Medal of Honor

Gregory Boyington (* 4. Dezember 1912 in Coeur d’Alene, Idaho; † 11. Januar 1988 in Fresno, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Jagdpilot im Zweiten Weltkrieg.

Leben

Boyington studierte Luftfahrttechnik an der University of Washington. Nach Abschluss des Studiums 1934 war er zunächst bei der Boeing Aircraft Company beschäftigt. Er wurde im Februar 1936 vom US-Bundesstaat Washington zum Luftfahrtkadetten des United States Marine Corps (USMC) ernannt. Im März 1937 schloss er die Ausbildung an der Naval Air Station in Pensacola, Florida, ab. Er schloss sich den Flying Tigers, einer amerikanischen Freiwilligengruppe von General Claire Lee Chennault an. Als die USA am 7. Dezember 1941 durch den japanischen Luftangriff auf Pearl Harbor in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen wurden, trat er 1942 wieder den Marines bei. Im Südpazifik diente er in den Monaten nach dem Kampf um Guadalcanal als Executive Officer der Marine Fighting Squadron 121 (VMF-121). Im Jahr 1943 erhielt Major Boyington das Kommando über die neu gebildete Marine Attack Squadron 214 Black Sheep, die hauptsächlich auf den Salomonen operierte. Sein väterliches Verhältnis zu seinen Männern und wohl auch sein für einen Jagdflieger schon hohes Alter brachten ihm bald den Spitznamen „Pappy“ ein. Am 3. Januar 1944 holte er drei japanische Kampfflugzeuge vom Himmel und wurde selbst im Hafen von Rabaul, New Britain, abgeschossen und landete mit dem Fallschirm im Südpazifik. Ein japanisches U-Boot nahm ihn auf und brachte ihn in das Kriegsgefangenenlager Ōfuna.

Er wurde 1945 aus der Gefangenschaft entlassen und US-Präsident Harry S. Truman verlieh ihm am 5. Oktober 1945 in Washington, D.C. die Ehrenmedaille (die höchste militärische Auszeichnung). Am Tag zuvor hatte ihn General Alexander Archer Vandergrift, Kommandant des Marine Corps, mit dem Navy Cross ausgezeichnet, denn er hatte 28 (oder 26) feindliche Flugzeuge der Japaner abgeschossen. 1947 wurde er als Oberst in den Ruhestand versetzt. Boyington wurde 1988 auf dem Nationalfriedhof Arlington, Virginia, mit militärischen Ehren zu Grabe getragen.

Publikationen

Rezeption

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ap: ‘Pappy’ Boyington Is Dead at 75; Hero of the Black Sheep Squadron. In: The New York Times. 12. Januar 1988 (nytimes.com).
  2. ↑ Medal of Honor, Major Gregory Boyington, United States Marine Corps Reserve thisdayinaviation.com
  3. ↑ 75 Years Of Marine Corps Aviation: A Tribute. 1986, S. 6–7 ([Textarchiv – Internet Archive Online]).
  4. ↑ Warren H. Goodman: Marine Corps aviation in World War II: a chronology. Headqarters, U.S. Marine Corps, Historical Division, 1945, S. 11 (englisch, [Textarchiv – Internet Archive Online]): “Major Gregory Boyington shot down one enemy plane over Rabaul to bring his total score to 26, tying Major Foss’ record score. Major Boyington did not return from this mission. For his inspiring leadership and combat achievements, he was later awarded a Congressional Medal of Honor”
  5. ↑ Gregory H. “Pappy” Boyington (1912–1988). findagrave.com, abgerufen am 25. Mai 2020.
  6. ↑ Pappy Boyington Field Documentary Film Production Details. pappyboyingtonfield.com, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juni 2017; abgerufen am 25. Mai 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
Personendaten
NAME Boyington, Gregory
ALTERNATIVNAMEN Boyington, Pappy
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Jagdpilot im Zweiten Weltkrieg
GEBURTSDATUM 4. Dezember 1912
GEBURTSORT Coeur d’Alene, Idaho
STERBEDATUM 11. Januar 1988
STERBEORT Fresno, Kalifornien