Greis (Musiker)

Greis (2024)

Greis (* 3. April 1978 in Lausanne; bürgerlich Grégoire Vuilleumier) ist ein Schweizer Rapper.

Leben

Greis entstammt der Berner Chlyklass-Crew und ist Mitglied der Band PVP. Er arbeitet mit anderen Schweizer Musikern zusammen, wie Züri West, TAFS aus dem Baselbiet, mit E.K.R. oder Big Zis aus Zürich oder Sens Unik und Stress aus Lausanne. Mit Eis hat Greis ein bekanntes Schweizer Hip-Hop-Album veröffentlicht. Er ist kein strikter Hip-Hopper, sondern arbeitet mit Musikern anderer Stile zusammen. Greis vertritt die Schweiz auf dem Futurama United Nations Remix von Kool Savas und auf dem Starting Block Remix von Soprano. Er trägt seine Liedtexte auf Französisch, in Schweizer Mundart und gelegentlich auch in englischer Sprache vor. Mit seinem Album 3 wurde er in der Kategorie Bester europäischer Act (MTV European Music Awards) nominiert.

Greis ist seit 2017 verheiratet, Vater eines Sohnes und lebt in Bern. Seit März 2019 führt er zusammen mit seiner Frau Mariko Vuilleumier-Küng und Marina Agostinis in Bern den Second-Hand Laden «The New New 3». In einem Interview thematisierte er 2025 seine Alkoholkrankheit und erklärte, seit fast zwei Jahren nichts mehr getrunken zu haben.

Werk

Greis (um 2004)

Greis thematisiert soziale Missstände, persönliche Probleme oder die aktuelle Welt- und Lokalpolitik und lässt sich scherzend über sich, sein Umfeld und die Hip-Hop-Szene aus. Er spricht politische Themen wie die Schattenseiten der Globalisierung, den Spanischen Bürgerkrieg oder die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei an. Greis ruft zu Solidarität mit sozial benachteiligten Menschen und Antirassismus auf. Mit der Gruppe Noti Wümié spielt Greis seit 2013 zusammen mit dem Gitarristen Benjamin Noti Rap gemischt mit Stand-up-Comedy und Improvisationsmusik.

Der Name des Albums Eis ist das berndeutsche Wort für Eins und weist darauf hin, dass es Greis’ 1. Soloalbum ist. 2004 veröffentlichte Greis mit seiner Chlyklass-Crew (PVP) das Album Eifach Nüt. 2004 erarbeitete er mit dem deutschen Curse, dem Tafs-Mitglied Taz und dem Beatbastler Claud der Sektion Kuchikäschtli das Album Prestige. 2006 entstand der Schweiz-Afrika-Sampler Rogue State of Mind, auf welchem unter anderem Godessa, Rennie von der Sektion Kuchikäschtli, Dimitri von den Hobbitz, Pan, Baze oder Whodis und der Sänger Seven mitmischen. Der Erlös des Rogue State of Mind kam dem Projekt «Party with a Purpose» in den Cape Flats von Kapstadt zugute. Im Februar 2013 wurde das erste komplett französischsprachige Album Greis Anatomy anlässlich des zehnjährigen Jubiläums seines Debüt-Albums Eis als kostenloser Download veröffentlicht. Im Frühling 2015 landete er mit dem Chlyklass-Album wieso immer mir? zum ersten Mal auf Platz 1 der schweizerischen Hitparade. Im November folgte die Veröffentlichung seines 6. Soloalbums Hünd i parkierte Outos.

Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Eis
 CH7016.02.2003(3 Wo.)
Prestige (mit Taz, Claud und Curse)
 CH2013.02.2005(5 Wo.)
2
 CH1802.12.2007(11 Wo.)
3
 CH1108.11.2009(5 Wo.)
Me Love
 CH629.04.2012(8 Wo.)
Hünd i parkierte Outos
 CH429.11.2015(4 Wo.)
Singles
Dounia (feat. Samir Essahbi & Baze)
 CH8901.06.2003(2 Wo.)
Si tu aimes (mit Sens Unik & Stress)
 CH8901.06.2003(2 Wo.)
Jede Rappe zellt (mit Adrian, Muriel und SAD)
 CH4603.01.2010(1 Wo.)

Alben

EPs

Singles

Sonstige Veröffentlichungen

Belege

  1. ↑ Manillio und Greis eröffnen Kleiderladen (Memento vom 6. Juni 2019 im Internet Archive). In: Bluewin. 5. März 2019.
  2. ↑ Rapper Manillio führt einen Secondhand-Shop. In: Schweizer Illustrierte. August 2019, abgerufen am 1. Januar 2025.
  3. ↑ Nina Kobelt: Greis verkauft alte Kleider. In: Berner Zeitung. 5. März 2019, ISSN 1424-1021 (online [abgerufen am 23. Juli 2021]).
  4. ↑ Elia Blülle: «Das Gefühl, ein Hochstapler zu sein, war nicht verkehrt: Ich bin einer». In: Republik.ch, 26. August 2025 (Interview).
  5. ↑ Greis – Musik für Mörgelis Kinder (Memento vom 26. November 2007 im Internet Archive), auf aightgenossen.ch.
  6. ↑ Prestige | Taz – Greis – Claud – Curse (Memento vom 5. Dezember 2004 im Internet Archive), auf arr-prestige.de.
  7. ↑ Beschreibung zur CD (Memento vom 3. Juli 2006 im Internet Archive), auf hiphopstore.ch, abgerufen am 11. Juli 2010.
  8. ↑ Greis kehrt zurück zur Muttersprache. In: Berner Zeitung. 15. Februar 2012, abgerufen am 27. Februar 2013.
  9. 1 2 Chartdiskografie Schweiz.
  10. ↑ Eine sechste Bock uf Rock zum runden Geburtstag (Memento vom 19. Oktober 2013 im Webarchiv archive.today), auf trespass.ch, abgerufen am 19. Oktober 2013.