| Film | |
| Titel | Ohne Wahrheit |
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| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Länge | 110 (Festivalversion), 133 (Kinoversion) Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Ilka Sparringa |
| Drehbuch | Friedrich Bochröder, Ilka Sparringa |
| Produktion | Friedrich Bochröder, Ilka Sparringa |
| Musik | Hannes Bieber |
| Kamera | Nikita Romanov |
| Schnitt | Dima Varshavskyy |
| Besetzung | |
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Ohne Wahrheit ist ein deutscher Kriminal-Thriller aus dem Jahr 2024 und das Spielfilmdebüt der Regisseurin Ilka Sparringa. In der Hauptrolle ist Friedrich Bochröder zu sehen, der zusammen mit der Regisseurin auch das Drehbuch für den Film schrieb und diesen gemeinsam mit ihr produzierte.
Der Spielfilm wurde am 12. Juni 2024 beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney uraufgeführt und läuft ab dem 13. September 2025 in ausgewählten deutschen Kinos.
Nickolas Schott ist ein angehender und ambitionierter Staatsanwalt und Vater einer kleinen Familie, die gerade an einem seiner Gerichtsfälle zu zerbrechen droht. Mit aller Macht versucht Nick das Management des einflussreichen Bordells Magma vor Gericht wegen sexueller Ausbeutung an jungen Frauen zu belangen, als plötzlich seine Frau unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall ums Leben kommt. Trotz der angeblich natürlichen Todesursache, kommen bei Nick Zweifel auf.
Im Zuge erster Ermittlungen wird Nick selbst des Mordes verdächtigt und muss untertauchen. Auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau stößt er nicht ganz zufällig auf eine Clique Obdachloser. Die Bande scheint mit dem Bordell Magma in Verbindung zu stehen und verdient sich ihren Lebensunterhalt durch die Teilnahme an Medikamententests, die alles andere als fachgerecht durchgeführt werden – zum Beispiel im Hinterzimmer eines Schnellimbisses.
Beim Versuch, eine Verbindung zwischen den Ereignissen herzustellen, muss der untergetauchte Nick feststellen, dass auch er selbst Teil einer größeren Verschwörung ist.
Die Idee zu ihrem Debütfilm kam der Regisseurin Ilka Sparringa 2017 durch einen Zeitungsartikel, in dem es um Vorwürfe gegen den Schweizer Pharmakonzern Novartis ging. Damals soll an Obdachlosen in Polen ohne deren Wissen und ausreichende Betreuung ein Impfstoff gegen die Vogelgrippe getestet worden sein.
Der Film wurde von Bochröders und Sparringas Filmproduktionsfirma Free Vision Pictures GmbH ohne Filmförderung und Beteiligung von Fernsehsendern produziert und in der Stadt Leer, der Region Ostfriesland, Düren und Kaiserwerth gedreht. Wegen der COVID-19-Pandemie in Deutschland fanden die Dreharbeiten 2020, 2021 und 2022 statt. Eine Massenszene konnte erst aufgrund der Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen 2022 gedreht werden.
Ohne Wahrheit sollte eigentlich 2024 beim US-amerikanischen WorldFest-Houston International Film Festival, wo er eine Auszeichnung als bestes Crime Drama erhielt, seine Weltpremiere feiern. Allerdings fanden die öffentlichen Festivalvorführungen der ausgewählten Filme in diesem Jahr nicht statt. Die Weltpremiere fand daher beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney statt, wo der Spielfilm einmalig in einer 93minütigen Version zu sehen war.
Der Film wurde danach auf mehreren deutschen und ausländischen Filmfestivals unter dem Titel Gridlocked präsentiert und wird ab dem 13. September 2025 in ausgewählten deutschen Kinos gezeigt.
Thomas Trierweiler schreibt bei leinwandreporter.com, dass Ohne Wahrheit „ein wirklich guter Verschwörungs-Thriller“ sei, „der zurecht bereits bei mehreren Indie-Filmpreisen mit Awards geehrt wurde.“ Der Hauptdarsteller Friedrich Bochröder würde „eine gute Balance zwischen übellaunigem Rächer und sensiblem Familienvater“ finden und allgemein würde der Cast des Spielfilmes „auf durchweg überdurchschnittlichem Level“ liefern. Auch visuell würde „Regie-Debütantin Ilka Sparringa und ihr Team sehr viel richtig“ machen. Zu der „fast greifbaren Atmosphäre“ würde ebenfalls die sehr gelungene Filmmusik beitragen.
Am Ende seiner Kritik kommt Trierweiler zu dem Schluss, „Die oft schon ermüdenden, aber größtenteils berechtigten Diskussionen über die Probleme im deutschen Kino – speziell bei Genre-Unterhaltung – sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn man dann aber über den Tellerrand hinausblickt und Projekte wie dieses sieht, möchte man die Kritik gerne auch an der Haustür verschiedener Filmstiftungen ablegen. Mit geringen Mitteln und sehr viel Herzblut sowie Geduld, wurde mit „Ohne Wahrheit“ ein stilsicher inszenierter, gut erzählter und trotz seiner Länge nie zäher Verschwörungs-Thriller geschaffen, der ein deutlich größeres Publikum verdient hat.“