Grigori Samuilowitsch Landsberg

Grigori Samuilowitsch Landsberg

Grigori Samuilowitsch Landsberg, russisch Григорий Самуилович Ландсберг, (* 22. Januar 1890 in Wologda, Russisches Kaiserreich; † 2. Februar 1957 in Moskau, Sowjetunion) war ein russischer Physiker.

Landsberg erwarb 1913 seinen Abschluss an der Lomonossow-Universität und lehrte dort ab 1923 als Professor. Ab 1934 war er auch am Physikalischen Institut der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften (Lebedew-Institut). Ab 1951 war er Professor am Moskauer Institut für Physik und Technologie.

1928 entdeckte er unabhängig und etwa gleichzeitig mit C. V. Raman die Raman-Streuung mit Leonid Isaakowitsch Mandelstam. Er war ein führender Experte für Spektroskopie in der UdSSR und Gründer und Leiter der Kommission für Spektroskopie bei der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, aus der 1968 das Institut für Spektroskopie hervorging. Unter anderem befasste er sich mit Spektroskopie von Metallen und Legierungen und komplexen organischen Verbindungen einschließlich von Kraftstoffen. Er gab ein in Russland beliebtes elementares Physiklehrbuch heraus. Er war ein Pionier der Spektroskopie organischer Moleküle in der Sowjetunion und des Studiums der intra- und intermolekularen Wechselwirkungen in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern.

Er erhielt zwei Leninorden, 1941 den Stalinpreis und war Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften (korrespondierendes Mitglied ab 1932, Vollmitglied ab 1946).

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Landsberg, Mandelstam, Über die Lichtzerstreuung in Kristallen, Zeitschrift für Physik, Band 50, 1928, S. 769
  2. ↑ Landsberg, Mandelstam, Eine neue Methode der Lichtzerstreuung, Naturwissenschaften, Band 16, 1928, S. 557
Personendaten
NAME Landsberg, Grigori Samuilowitsch
ALTERNATIVNAMEN Ландсберг, Григорий Самуилович (russisch)
KURZBESCHREIBUNG russischer Physiker
GEBURTSDATUM 22. Januar 1890
GEBURTSORT Wologda, Russisches Kaiserreich
STERBEDATUM 2. Februar 1957
STERBEORT Moskau, Sowjetunion