Gronau & Graul war ein deutsches Architektur-Büro mit überwiegendem Wirkungskreis in Alt-Berlin. Die Geschäftspartner Max Gronau und Wilhelm Graul beteiligten sich mit ihren Arbeiten an dem Bauboom der aufstrebenden Stadt Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Max Gronau war der Sohn des Fabrikbesitzers Leopold Gronau. Er studierte höchstwahrscheinlich an der Technischen Hochschule Charlottenburg Architektur. Max Gronau erbte das Mehrfamilienhaus in der Alexandrinenstraße 97 und unterhielt im gleichen Haus gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein Architekturbüro (Gronau & Co. GmbH). In den Folgejahren tat er sich mit dem Architekten und Maurermeister Willy (= Wilhelm) Graul zusammen, der in Niederschönhausen (Lindenstraße 12) zunächst als Architekt firmiert (1898) und 1900 ein Lichtpaus- und Architektonisches Atelier betrieben hatte. Sie traten fortan als Gronau & Graul bei Ausschreibungen und auf dem Markt auf. Familie Graul bezog in der Mathieustraße 2 ihre Wohnung.
Im Jahr 1908 befand sich der Wohnsitz des Architekten Wilhelm Graul in der Wilmsstraße 13. Er war verheiratet mit Margarete. 1917, im vorletzten Jahr des Ersten Weltkriegs wurde Wilhelm Graul zum Militärdienst eingezogen und kam dort ums Leben.
Beide waren Mitglied im Bund Deutscher Architekten.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Max Gronau weiter als Architekt aber ohne Kompagnon und unterhielt in der Alexandrinenstraße sein Büro.
