Liste von Oberrabbinern

Dow Ber Meisels, Großrabbiner von Krakau (1832–1856) und Warschau (1856–1861)

Dies ist eine Liste von Oberrabbinern. Oberrabbiner, seltener Großrabbiner, ist die Bezeichnung für den obersten Rabbiner der jüdischen Gemeinde einer größeren Stadt oder eines Landes. Obwohl das Judentum keine zentrale Autorität kennt, entwickelte sich die Gewohnheit, den Ober- oder Großrabbiner eines Landes oder einer Stadt als jeweils höchste religiöse Instanz anzuerkennen. Als Erbe der britischen Mandatszeit gibt es zum Beispiel für den Staat Israel ein Großrabbinat.

Hinter dem Namen eines Oberrabbiners folgen häufig die Buchstaben ABD (Av Beth Din).

In Israel gibt es zwei Oberrabbiner – einen aschkenasischen und einen sephardischen. Seit Juli 2013 bekleiden David Lau und Jitzchak Josef das Amt des Oberrabbiners in Israel. Beide sind Söhne früherer Oberrabbiner, nämlich von Israel Meir Lau bzw. von Ovadia Yosef.

Oberrabbiner in Israel

Aschkenasisch

Sephardisch

Andere Staaten

In Europa

 Armenien

 Dänemark

 England

Aschkenasisch

Sephardisch

Reformjudentum

 Finnland

 Frankreich

 Irland

 Luxemburg

 Niederlande

 Norwegen

 Polen

 Tschechien

 Ungarn

In Afrika

 Südafrika

In Amerika

 Argentinien

Städte

Einige Großrabbiner bzw. Oberrabbiner einiger Städte:

Städte in Europa

Deutsche Städte

Bremen

Frankfurt am Main

Flagge von Hamburg Hamburg

Wappen von München München

Wappen von Trier Trier

Österreichische Städte

Wappen von Baden Baden bei Wien

Eisenstadt

  • Samson Wertheimer, ungarischer Landesrabbiner und Oberrabbiner von Eisenstadt (lebte von 1658 bis 1724)
  • Schlomo Hofmeister (seit 2016), Burgenländischer Landesrabbiner und Oberrabbiner von Eisenstadt

Graz

Wien

Sonstige europäische Städte

Wappen von Amsterdam Amsterdam, Niederlande

Flagge von Antwerpen Antwerpen, Belgien

Wappen von Budapest Budapest, Ungarn

Wappen von Genf Genf, Schweiz

Istanbul, Türkei
Siehe auch: Hahambaşı (türkisch: Groß- oder Oberrabbiner)

Wappen von Kopenhagen Kopenhagen, Dänemark

Wappen von Kraków Krakau, Polen

Wappen von Leiden Leiden, Niederlande

  • Simon de Vries

Wappen von London London, Großbritannien

Lyon, Frankreich

  • Richard Wertenschlag (präsent)

Lwiw, Ukraine

Metz, Frankreich

Wappen von Moskau Moskau, Russland

  • Chaim Berlin (1865–1889)
  • Jakov Mazeh (1893–1924)
  • Shmarya Yehuda Leib Medalia (1933–1938)
  • Shmuel Leib Levin (1943–1944)
  • Shlomo Shleifer (1944–1957)
  • Yehuda Leib Levin (1957–1972)
  • Adolf Shayevitch (1983, offiziell 1993–seit 2007)

Wappen von Nové Zámky Nové Zámky, Slowakei

Flagge von Paris Paris, Frankreich

Wappen von Prag Prag, Tschechien

Flagge von Rom Rom, Italien

Flagge von Rotterdam Rotterdam, Niederlande


Sankt Petersburg, Russland

Wappen von Sátoralhaújhely Sátoraljaújhely, Ungarn

Straßburg, Frankreich

Wappen von Venedig Venedig, Italien

Oberrabbiner Adolfo Ottolenghi (Livorno, Italien 1912)

Flagge von Warschau Warschau, Polen

Städte in Amerika

Flagge von Baltimore Baltimore, Maryland, USA

Flagge von Caracas Caracas, Venezuela
Aschkenasisch:

Sephardisch:

Flagge von Chicago Chicago, USA

Hoboken, New Jersey, USA

Flagge von Montreal Montreal, Kanada
Aschkenasich:

Sephardisch:

Flagge von New York City New York City, USA

Flagge von St. Louis St. Louis, Missouri, USA

Städte in Israel

Wappen von Haifa Haifa, Israel
Aschkenasisch:

Sephardisch:

Hebron

Flagge von Jerusalem Jerusalem, Israel
Aschkenasisch:

Sephardisch:

Tel Aviv-Jaffa, Israel
Aschkenasisch:

Sephardisch:

Allein amtierend:

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. ↑ Personality of the week: Issachar Berush Eskeles. Beit Hatefutsot, archiviert vom Original am 13. Dezember 2004; abgerufen am 11. März 2013 (englisch).
  2. ↑ Isidore Singer, Stephen S. Wise: Weiss, Joseph Hirsch. In: Isidore Singer (Hrsg.): Jewish Encyclopedia. Funk and Wagnalls, New York 1901–1906.
  3. ↑ RootsWeb: WISE-L [WISE] Treasure found - autobiography of Stephen WISE. Archiver.rootsweb.com, 28. April 2001, archiviert vom Original am 30. November 2005; abgerufen am 9. November 2011 (englisch).
  4. ↑ Genesungswünsche aus Israel. In: Israelnetz.de. 27. Februar 2019, abgerufen am 16. März 2019.
  5. ↑ Die Bezeichnungen – ob es „Großrabbiner“ heißt oder „Oberrabbiner“ – unterscheiden sich von Stadt zu Stadt und haben auch in einzelnen Städten im Laufe der Zeit gewechselt.
  6. ↑ Thomas Eliser Schärf: Oberrabbiner Prof. Wilhelm Reich 1852–1929 (Memento vom 6. Januar 2016 im Internet Archive). In: juedischegemeinde.at, 2003, abgerufen am 11. April 2013.
  7. ↑ Thomas Eliser Schärf: Oberrabbiner Dr. Hartwig Naftali Carlebach 1889–1967 (Memento vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive). In: juedischegemeinde.at, 2003, abgerufen am 11. April 2013.
  8. ↑ Titelseite von Malki Ba-Kodesh, Bd. 2; Hoboken, 1921
  9. ↑ http://www.cjnews.com/viewarticle.asp?id=7872
  10. ↑ http://www.cjnews.com/viewarticle.asp?id=7872
  11. ↑ http://www.theyeshivaworld.com/?p=3993#more-3993
  12. ↑ http://www.rabbinat.qc.ca/
  13. ↑ Meet Rabbi Moshe Pinchas Weisblum (Memento vom 9. August 2007 im Internet Archive)
  14. ↑ In älteren Darstellungen wurde das Ende seiner Amtszeit gelegentlich mit 2003 angegeben. Der Irrtum rührte daher, dass Yitzhak Kolitz am 25. Juli 2003 verstarb. Doch wegen Krankheit hatte er sein Amt schon 2002 niedergelegt.
  15. 1 2 Jerusalem ernennt zwei Oberrabbiner, abgerufen am 23. Oktober 2014.
  16. ↑ TEL AVIV HAT NEUEN OBERRABBINER. In: Israelische Botschaft in Berlin. 21. März 2002, abgerufen am 5. Juli 2026.