Grube Merkur

Grube Merkur
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Mundloch des Neuhoffnungsstolln
Andere NamenGrube Mercur, Grube Neue Hoffnung, Grube Pfingstwiese
AbbautechnikFirstenbau
Förderung/Jahrmax. 30.380 t
Förderung/Gesamt1.034.450 t
Seltene MineralienFahlerz, Chalkopyrit, Pyrit, Siderit
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Betreibende GesellschaftStolberger Zink AG für Bergbau und Hüttenbetrieb Aachen
Betriebsbeginnrömisch
Betriebsende1945
Geförderte Rohstoffe
Abbau vonSilberhaltiger Bleiglanz/Zinkblende/Chalkopyrit/Siderit
Silberhaltiger Bleiglanz

Gangname

Emser Zug
Mächtigkeit4–10 m
Größte Teufe892,11 m
Gesamtlänge300 m
Abbau vonZinkblende
Abbau vonChalkopyrit
Abbau vonSiderit
Geographische Lage
Koordinaten50° 20′ 32,4″ N, 7° 42′ 56″ OKoordinaten: 50° 20′ 32,4″ N, 7° 42′ 56″ O
Grube Merkur (Rheinland-Pfalz)
Grube Merkur (Rheinland-Pfalz)
Lage Grube Merkur
StandortArzbacher Straße
GemeindeStadt Bad Ems
Landkreis (NUTS3)Rhein-Lahn-Kreis
LandLand Rheinland-Pfalz
StaatDeutschland
RevierBergrevier Diez, Untere Lahn

Die Grube Merkur (oder auch Mercur) ist ein stillgelegtes Blei-Zink-Bergwerk in Bad Ems im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Der Bergbau im Umfeld der späteren Grube Merkur geht sehr wahrscheinlich bis auf die Römerzeit zurück und ist erstmalig urkundlich für das Jahr 1158 belegt. Das Bergwerk ging im April 1945 infolge des Zusammenbruchs der Energieversorgung und dem damit verbundenen Ausfall der Wasserhaltung verloren.

Geologie

Die Grube Merkur baute auf dem Emser Gangzug (auch 1. Zug genannt) auf. Dieser gehörte zusammen mit dem Ma(h)lberger Gangzug, dem Hömberg-Dausener Gangzug, dem Windener Gangzug, dem Holzappeler Gangzug und dem Weinährer-Ehrentaler Gangzug zum Blei-Zink-Erz-Verbreitungsgebiet der Unteren Lahn.

Die Entstehung des Emser Gangzuges

Das Untere-Lahn-Revier, früher auch Bergrevier Diez, liegt im äußersten Südwesten des Westerwaldes, der ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist. Dieses entstand im Devon aus sedimentären Ablagerungen. Während des Karbons kam es durch tektonische Vorgänge zu einer Verschiebung und Faltung der Gesteinsschichten. Durch vulkanische Aktivitäten stiegen hydrothermale Lösungen aus dem Erdinneren auf. Entlang von Schieferungsstrukturen kristallisierten sich Erzgänge aus den metallreichen Lösungen. Weitere Bewegungen in der Erzkruste bewirkten Störungen im Verlauf des Emser Gangzuges. Die einzelnen Gänge des Systems wurden im Emser Bergbau auch als Mittel bezeichnet.

Literatur