Gudrun Kalmbach

Gudrun Kalmbach

Gudrun Kalmbach (* 27. Mai 1937 in Großerlach; † 25. Juli 2025) war eine deutsche Mathematikerin und bis zu ihrem Ruhestand Professorin an der Universität Ulm.

Leben

Nach ihrem Studium der Mathematik und Chemie auf Lehramt an der Universität Göttingen promovierte sie 1966 unter Hans Grauert mit dem Thema Über niederdimensionale CW-Komplexe in nichtkompakten Mannigfaltigkeiten.

Von 1967 bis 1969 war sie als Dozentin an der University of Illinois, Urbana tätig. Es schlossen sich Tätigkeiten als Assistant Professor an der University of Massachusetts, Amherst (1970–1971) sowie der Pennsylvania State University (1969–1975) an. Sie wurde 1975 an der Universität Ulm habilitiert. 1975 wurde sie zur ersten Professorin der Universität Ulm ernannt und arbeitete am Lehrstuhl für Zahlentheorie und Wahrscheinlichkeitstheorie. Diese Funktion hatte sie bis zum Eintritt in den Ruhestand 2002 inne.

Sie lebte nach ihrem Ruhestand in Bad Wörishofen.

Arbeitsschwerpunkte

Gudrun Kalmbach wirkte maßgeblich am Aufbau der Begabtenförderung im Bereich der MINT-Fächer mit.

Sie befasste sich mit Verbandstheorie und Maßtheorie auch mit Hinsicht auf Quantenstrukturen und entwickelte in den 1970er Jahren Quantenlogiken. Kalmbach war Mitglied der American Mathematical Society.

Schriften

Commons: Gudrun Kalmbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung vom 9. August 2025, abgerufen am 9. August 2025
  2. ↑ Mathematics Genealogy
  3. ↑ Martina Schröck: Mehr Frauen in die Spitzenforschung. In: Augsburger Allgemeine. 14. Oktober 2008, archiviert vom Original; abgerufen am 10. August 2025.
  4. ↑ Franz Issing: "Verstecktes Talent" geehrt. Augsburger Allgemeine, 9. November 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. November 2016; abgerufen am 30. April 2017.
  5. ↑ Web-Site MINT-Wigres