Guenter Treitel

Guenter Heinz Treitel (geboren 26. Oktober 1928 in Berlin; gestorben 14. Juni 2019) war ein britischer Rechtswissenschaftler deutscher Herkunft.

Leben

Günter Treitel wurde 1928 in Berlin in eine deutsch-jüdische Familie geboren; er war ein Sohn des Juristen Theodor Treitel (1885–1974) und der Hanna Levy (* 1896). Er wurde zusammen mit seinem älteren Bruder Kurt im März 1939 mit einem Kindertransport vor der deutschen Judenverfolgung bei einem Onkel in England in Sicherheit gebracht, auch seine Eltern und seine Schwester konnten sich retten.

Treitel besuchte die Kilburn Grammar School und die Queens Park Community School und studierte am Magdalen College mit einem Bachelor-Abschluss 1949, mit einem Bachelor of Civil Law im Jahr 1951 und 1953 mit einem Master of Arts. Treitel arbeitete von 1951 bis 1953 als Assistant lecturer an der London School of Economics und dann als Lecturer am University College (Oxford). Er lehrte von 1954 bis 1979 als Fellow Englisches Recht am Magdalen College an der Oxford University. Danach hatte er die Vinerian Professur für Englisches Recht am All Souls College inne. Als Gastprofessor lehrte Treitel unter anderem in Chicago, Houston, Dallas und Charlottesville. Er heiratete 1957 Phyllis Margaret Cook, sie hatten zwei Kinder.

Treitel wurde als Barrister in das Gray’s Inn aufgenommen und wurde zum Kronanwalt ernannt. Er war Fellow der British Academy. Er war von 1983 bis 1998 Trustee am British Museum und von 1984 bis 1993 Beiratsmitglied des National Trust. 1997 wurde er als Knight Bachelor in den persönlichen Adelsstand erhoben.

Schriften (Auswahl)

Unmöglichkeit (1991)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Kurt Treitel obituary, The Guardian, 8. Februar 2018
  2. ↑ Anne Davies: Guenter Treitel 1928–2019. University of Oxford, Faculty of Law, 19. Juni 2019, abgerufen am 18. April 2026.
Personendaten
NAME Treitel, Guenter
ALTERNATIVNAMEN Treitel, Guenter Heinz
KURZBESCHREIBUNG britischer Rechtswissenschaftler
GEBURTSDATUM 26. Oktober 1928
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 14. Juni 2019