Guggernellgrat

Guggernellgrat
Guggernellgrat mit Sandhubel (ganz links) und Guggernell (Spitze rechts)
Guggernellgrat mit Sandhubel (ganz links) und Guggernell (Spitze rechts)
Höhe 2810 m ü. M.
Lage Kanton Graubünden (Schweiz)
Gebirge Plessur-Alpen
Dominanz 2,5 km → Gamschtällihorn
Schartenhöhe 238 m ↓ Furcletta
Koordinaten 768993 / 177000Koordinaten: 46° 43′ 22″ N, 9° 38′ 58″ O; CH1903: 768993 / 177000
Guggernellgrat (Kanton Graubünden)
Guggernellgrat (Kanton Graubünden)
Gestein kristallin
Erschliessung Wanderwege (bis in die Nähe)

Der Guggernellgrat ist mit 2810 m ü. M. die höchste Erhebung der Strelakette in den Plessur-Alpen im Kanton Graubünden/Schweiz. Er erstreckt sich auf den Kamm zwischen Spitzig Gretli (2788 m ü. M.) und (dem Gipfel) Guggernell (2744 m ü. M.). Benachbarte Erhebungen sind der Sandhubel (2763,9 m ü. M.) im Nordosten und die Tgapeala Cotschna (2712 m ü. M.) im Südwesten.

Lage und Beschreibung

Der Guggernellgrat befindet sich zwischen dem Welschtobel/Alp Ramoz bei Arosa und dem Landwassertal. Er liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Albula/Alvra, Arosa, Schmitten und Wiesen (nunmehr Davos). Der Grat wird geologisch zur Silvretta-Decke gezählt, die hier – teils in kristalliner Form, teils als Sedimente – die Aroser-Dolomiten-Decke überlagert.

Der Guggernellgrat bricht gegen Nordwesten in steilen, durch Pfeiler und Rinnen gegliederten Wänden ab, die insbesondere aufgrund des unzuverlässigen Gesteins kaum erklettert werden. Gegen Südosten zweigen vier bedeutende Grate ab, von Punkt 2788 das Spitzig Gretli, von Punkt 2795 der Tiaungrat und von Punkt 2810 sowie Punkt 2744 je ein unbenannter Grat. All diese Grate schliessen Schuttmulden ein (Häfeli, Bliberg und Schaftobel), aus denen Geröllhalden an gewissen Stellen bis zur Grathöhe reichen. Der höchste Punkt des Grates selbst (Punkt 2810) ist eine markante Pyramide und ein lohnendes Tourenziel. Am einfachsten lässt er sich von Schmitten her über den Südrücken erreichen.

Routen zum Gipfel

Über den Südrücken

Über den Südwestgrat

Gratüberschreitung von Nordosten

Winterbesteigung

Die Gipfel des Guggernellgrats werden winters normalerweise nicht besucht. Von Davos Wiesen führt jedoch eine Skitourenroute durch das Häfeli zum Spitzig Gretli (Route 188).

Namensherkunft

Guggernellgrat und Guggernell sind nicht zu verwechseln etwa mit dem Guggernüll, dem Hausberg der Gemeinde Medels im Rheinwald. Seinen Namen erhielt der Grat von den während Jahrhunderten in Arosa und Schmitten siedelnden Walsern, die die Bezeichnung "Guggernell" aus ihrer Urheimat, dem Wallis, mitgebracht haben. Darin enthalten ist das Verb "guggen" (schauen); es handelt sich also bei diesem Berg um eine eigentliche Ausschauzinne. Diese Bezeichnung für ähnliche gebaute Aussichtspunkte kommt auch in anderen Walsergebieten (Avers, Safien, Churwalden, Maienfeld) vor und ist sogar im Rätoromanischen als Cucarnegl bekannt.

Quellen

Einzelnachweise

Commons: Guggernellgrat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien