Guillo Espel

Guillo Espel (* 31. Juli 1959 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Komponist und Gitarrist.

Leben und Wirken

Espel studierte am Instituto J. Brahms Musiktheorie und Gitarre und nahm Kompositionsunterricht bei Manolo Juárez und Lito Valle. Daneben befasste er sich auch mit Unterhaltungsmusik ("música popular"). Von 1989 bis 1992 war er Vizepräsident der Nueva Generación de Compositores Argentinos. Er arbeitete wissenschaftlich auf dem Gebiet der argentinischen musikalischen Folklore und unterrichtet Komposition und Instrumentation am Städtischen Konservatorium von Buenos Aires.

Als Komponist klassischer Musik wurde Espel mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Premio Juan Carlos Paz (1996 und 1999) für Kammermusik, dem Premio en Composición Orquestal (1995) und dem Premio Nacional de Música der Secretaría de Cultura de La Nación. Als Komponist von Filmmusik erhielt er 1990 den ersten Preis beim Filmfestival Pittsburg. Das Orquesta Sinfónica Nacional spielte 2000 unter Leitung von Javier Logioa Orbe die Uraufführung seiner Variación sobre un tema de Waldo de los Ríos für Marimba und Orchester und 2003 unter Leitung von Andrés Spiller die Siluetas Blancas für Charanga und Orchester. Das Werk Luz Que Mece Un Grillo, Y La Luna für Perkussionsquartett und Sinfonieorchester wurde 2004 vom Orquesta Nacional Juan de Dios Filiberto unter Daniel Bozzani uraufgeführt. International fanden Aufführungen seiner Werke u. a. in vielen lateinamerikanischen Staaten, den USA, Europa und Taiwan statt. 2008 nahm Anna Netrebko mit den Prager Philharmonikern La Rosa y el Sauce (nach Carlos Guastavino) für die Deutsche Grammophon auf.

Als Mitglied der Folkloregruppe La Posta trat Espel u. a. im Teatro Colón, dem Teatro Nacional Cervantes, dem Teatro Presidente Alvear, dem Teatro Municipal Gral. San Martín und im Teatro Astral auf. Seit 2003 leitet er ein eigenes Quartett mit Alejandro Guerschberg (Bandoneon), Oscar Abrieu Roca (Vibraphon) und Alfredo Zuccarelli (Cello), mit dem er bislang zwei CDs aufnahm. 2009 wurde die Gruppe für den Premio Gardel nominiert. Als Gitarrist, Arrangeur und Produzent arbeitete er mit Musikern und Textdichtern wie Darío Volonté, Jairo, Teresa Parodi, Antonio Agri, Manolo Juárez, Eduardo Lagos, David Lebón, Oscar Cardozo Ocampo, Litto Nebbia, Susanna Moncayo, Roberto „Fats“ Fernández, Bernardo Baraj, Jorge Fandermole, Domingo Cura, Hamlet Lima Quintana, Oscar Alem, Elvio Romero, Jorge Marziali, Chany Suárez, María José Albaya und Leticia Daneri zusammen.

Werke

Personendaten
NAME Espel, Guillo
KURZBESCHREIBUNG argentinischer Komponist und Gitarrist
GEBURTSDATUM 31. Juli 1959
GEBURTSORT Buenos Aires