Gulet

Gulet vor Bodrum
Gulets im Winterlager

Ein Gulet [ɡuˈlet] ist ein aus Holz gefertigter, dickbauchiger, meist zweimastiger Motor-Segler der türkischen Küste.

Streng genommen, beschränkt sich der Begriff auf jene Zweimaster, bei denen die Kommandobrücke zwischen den beiden Masten steht. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird jedoch meist jeder Passagiermotorsegler für Touristen als Gulet bezeichnet.

Gulets wurden seit der Antike in Karien (vor allem in Bodrum und Marmaris) gebaut und waren über Jahrtausende der Typ des Handelsseglers, der Amphoren mit Oliven und Wein und viele andere kostbare Güter entlang der türkischen Küsten beförderte. Ihre Takelage hat sich im Lauf der Zeit gewandelt, heute werden nur noch Hochsegel gefahren.

Die heutigen Gulets werden immer noch in Bodrum und dem in der Nähe liegenden Bozburun sowie in Marmaris wie auch Fethiye aus Holz gefertigt, sind zu einem wichtigen und charakteristischen Teil des türkischen Tourismus geworden. Sie wurden weiterentwickelt und sind mit Motor und teils moderner Ausrüstung versehen. Geschätzt wird an ihnen die Wärme und Atmosphäre der hölzernen Bauweise.

Gulets fahren meist unter Motor. Aufgrund der mäßigen Segeleigenschaften und dem Mangel an erfahrenen Seglern werden die Segel nur selten gesetzt.

Geschichte

Die Ursprünge der Gulet liegen im traditionellen Schiffbau der Küstenregionen der Türkei, vor allem an der südwestlichen Küste, in Orten wie Bodrum und Marmaris. Die Entwicklung und Geschichte der Gulet sind hier zusammengefasst.