Gunnel Linde

Gunnel Linde (* 14. Oktober 1924 in Stockholm; † 12. Juni 2014) war eine schwedische Schriftstellerin.

Insgesamt hat sie über 40 Kinder- und Jugendbücher geschrieben (z. B. „Wie eine Hecke voller Himbeeren“, „Joppe“). Linde war Mitgründerin der Organisation BRIS (Barnens Rätt I Samhället, deutsch „Die Rechte der Kinder in der Gesellschaft“), die sich für die Rechte von Jugendlichen und Kindern einsetzt.

Leben und Werk

Gunnel Linde wurde als Tochter des Buchhändlers Gunnar af Geijerstam (1895–1925) und Liv Nordenström (1898–1991) geboren. Nach dem Tod des Vaters heiratete die Mutter den Maler und Bildhauer Sven Johan Kreuger (1891–1967). Gunnel Linde studierte unter anderem an der Anders-Beckmans Schule für Design und am Nonnington College in England. Zwischen 1945 und 1947 arbeitete sie als Journalisten und Karikaturistin für verschiedene schwedische Lokalzeitungen. 1947 wechselte sie zum Radiosender Sveriges Radio, wo sie ab 1964 für den damals noch dort angeschlossenen Fernsehsender tätig wurde. In den 50er Jahren produzierte sie die beliebte Radiosendung Osynliga klubben (deutsch: „Der unsichtbare Club“), auf welcher 1958 ihr erstes Kinderbuch basierte.

Für den Fernsehsender Sveriges Television produzierte sie ab 1965 die Kindersendung Pellepennan och Suddagumman (deutsch: „Pelle Stift und die Radiergummi-Oma“), welche ab 1968 ebenfalls als Vorlage für weitere Bücher diente.

Mit der mit ihr befreundeten Journalistin Berit Hedeby gründete Linde im Jahr 1971 die Kinderrechtsorganisation BRIS.

Neben Kinderbüchern verfasste sie auch Jugendromane wie das 1977 erschiene Buch Om livet är dig kärt (deutsch: „Wie eine Hecke voll Himbeeren“), einen Roman über die erste große Liebe. 1993, gegen Ende ihrer schriftstellerischen Tätigkeit, veröffentlichte sie eine Trilogie über drei Frauenschicksale När mormor var mamma (deutsch: „Als Oma Mama war“), När mamma var mamma (deutsch: „Als Mama Mama war“) und När jag var mamma (deutsch: „Als ich Mama war“), die auf der Biographie ihrer Großmutter, ihrer Mutter von auf ihrer eigenen basiert.

Familie

Gunnel Linde war von 1949 bis zu dessen Tod mit dem TV-Produzenten Einar Linde (1922–1983) verheiratet, mit dem sie auch beruflich zusammenarbeitete. Das Ehepaar hatte drei Töchter.

Auszeichnungen

Werke

Bei den schwedischen Originalausgaben wurde jeweils die Erstveröffentlichung aufgeführt. Die verschiedenen deutschen Ausgaben wurden nur dann mehrfach aufgeführt, wenn es sich um Neuübersetzungen handelte.

Einzelnachweise

  1. ↑ https://www.dn.se/kultur-noje/nyheter/gunnel-linde-har-avlidit/
  2. 1 2 3 4 Maria Andersson: Gunnel Linde. In: Svenskt kvinnobiografiskt lexikon [Biografisches Lexikon schwedischer Frauen]. Universität Göteborg, 8. März 2018, abgerufen am 28. August 2026 (schwedisch).
  3. ↑ SVEN Johan KREUGER. In: Lexikonett amanda. Sveriges Kulturnät, abgerufen am 28. August 2026 (schwedisch).
  4. ↑ Berit Lindberg Johansson: Gunnel Berit Hedeby. In: Svenskt kvinnobiografiskt lexikon [Biografisches Lexikon schwedischer Frauen]. Universität Göteborg, 30. September 2020, abgerufen am 2. September 2026 (schwedisch).
  5. ↑ Schwedische Mediendatenbank. In: LIBRIS (LIBRary Information System). Königlichen Bibliothek zu Stockholm, abgerufen am 3. September 2026 (schwedisch).
Personendaten
NAME Linde, Gunnel
KURZBESCHREIBUNG schwedische Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 14. Oktober 1924
GEBURTSORT Stockholm
STERBEDATUM 12. Juni 2014