
Gunther Nitzsche (* 18. August 1936 in Bergen bei Adorf, Vogtland) ist ein deutscher Agrarwissenschaftler, Tierzüchter und Museumsleiter.
Nach dem Abitur an der Oberschule Oelsnitz studierte Nitzsche von 1954 bis 1960 Agrarwissenschaften in Berlin und legte das Staatsexamen als Diplomlandwirt ab. 1969 promovierte er an der Humboldt-Universität in Berlin mit der Dissertation Eine experimentelle Studie über Genotyp-Umwelt-Interaktionen bei Schweinen. 1971 legte er die staatliche Tierzuchtleiterprüfung ab. Ab 1960 war er bis 1998 in der Forschungsstelle für Tierzucht Ruhlsdorf, dem WTZ für Schweinezucht Ruhlsdorf, der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung Ruhlsdorf/Groß Kreutz als wissenschaftlicher Assistent, Abteilungsleiter für Schweine und Kleintiere tätig.
Von 1960 bis 1972 leitete er die Rinderzucht und von 1966 bis 1968 war er auch Zuchtleiter der Landrassezucht (80 Zuchtsauen) in der Forschungsstelle. Er konzipierte und leitete den Neuzüchtungsprozess für die Rassen Leicoma und Schwerfurter Fleischrasse von 1969 bis zu deren staatlicher Anerkennung im Jahre 1986.




Nitzsche war Mitbegründer und ab 1993 langjähriger Leiter des Deutschen Schweinemuseums Ruhlsdorf, das er maßgeblich beeinflusste und zu einer einmaligen Einrichtung gestaltete, unter anderem durch zehn national und international beachtete Sonderausstellungen.
Seine Forschungen beschäftigten sich mit:
Für seine Verdienste wurde Nitzsche 1998 mit der silbernen Ehrennadel des Zentralverbandes der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) ausgezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nitzsche, Gunther |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Agrarwissenschaftler, Tierzuchtleiter und Museumsleiter |
| GEBURTSDATUM | 18. August 1936 |
| GEBURTSORT | Bergen bei Adorf, Vogtland |