Gustav Bacherer (* 27. Februar 1813 in Müllheim; † 4. April 1850 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller und Publizist.
Gustav Bacherer besuchte das Lyzeum in Freiburg im Breisgau, wo er auch sein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität aufnahm, welches er an der Universität München mit einer Promotion abschloss. Er hat als freier Schriftsteller und Publizist in Frankfurt am Main, Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart gelebt und verfasste politische und belletristische Schriften, die zu seiner Zeit Aufsehen erregten. In den Schriften äußerte er sich gerne derb und beschimpfte Heinrich Heine als „lockern Düsseldorfer Zeisig, dessen französisches, theils noch hier abgesetztes, theils über den klaren Rhein zu uns herübergesendetes Gift den Embryo bildete zu dem aussätzigen Körper unserer ‚jungen Literatur‘“. Seine Werke wurden umfassend in Zeitungen, Zeitschriften und literarischen Jahrbüchern diskutiert und rezensiert. Mit seinen Veröffentlichungen griff er in der Zeit des Vormärz und der Badischen Revolution der Jahre 1848/49 in die politischen Diskussionen ein. Die bayerische Regierung machte auf den gefährlichen Inhalt seiner Schrift Die junge Literatur und der Roman Wally. Ein Vademecum für Herrn Carl Gutzkow durch „Mitteilung der verderblichen Stellen“ aufmerksam. Wegen der Veröffentlichung der Cartons eines deutschen Publizisten im Jahr 1842, in der er die Spitzeltätigkeit und Überwachungspraxis Metternichs bloßstellte, geriet er in das Blickfeld des Mainzer Informationsbüros.
| Personendaten | |
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| NAME | Bacherer, Gustav |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller und Publizist |
| GEBURTSDATUM | 27. Februar 1813 |
| GEBURTSORT | Müllheim |
| STERBEDATUM | 4. April 1850 |
| STERBEORT | Müllheim |