Gustav Adalbert Fenkohl (* 1. März 1872 in Barschken, Kreis Memel; † 15. März 1950 in Berlin) war ein Berliner Landschaftsmaler.
In seinen Jugendjahren lebte Fenkohl in Barschken und Schwarzort auf der Kurischen Nehrung, (Ostpreußen).
Ab 1895 studierte er an der Akademie der Künste in Berlin. Dort war er Schüler von Wilhelm Müller-Schönefeld, Max Uth, Hans Licht und Lovis Corinth. Im Jahr 1914 heiratete er die Malerin und Holzschneiderin Erna Fenkohl-Herzer.
Fenkohl war Mitglied des Vereins Berliner Künstler (1918–1939), der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft (ab 1919 langjähriger Vorsitzender der Berliner Ortsvereinigung) und der Internationalen Vereinigung der kulturschaffenden akademischen Berufe in München.
Fenkohl lebte in Berlin, als er 1943 einen großen Teil seiner Werke durch Bombardierung verlor. Danach wohnte er vorübergehend in Graz und Kühlungsborn, bis er 1946 nach Berlin zurückkehrte, wo er 1950 starb.

Beeinflusst durch die Wohnorte seiner Jugend wandte sich Fenkohl bevorzugt der Landschaftsmalerei zu, wobei er insbesondere Marinen der Ostsee als Motive wählte. Auch Reisen nach Italien (Venedig) inspirierten ihn. Während seines Aufenthalts in Kühlungsborn 1945/1946 malte er im Auftrag des dortigen sowjetischen Kommandanten außerdem Porträts russischer Militärs und Staatsmänner.
Fenkohls Landschaften sind farblich reich nuanciert, im Vollmer wird er als „feiner Farbensymphoniker“ bezeichnet. Seine Malerei verband laut Kunsthistoriker Günter Meißner „impressionistische, augenblicksbezogene Sinnenhaftigkeit mit wesensdeutender Formcharakteristik“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fenkohl, Gustav |
| ALTERNATIVNAMEN | Fenkohl, Gustav Adalbert (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Landschaftsmaler |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1872 |
| GEBURTSORT | Barschken, Kreis Memel |
| STERBEDATUM | 15. März 1950 |
| STERBEORT | Berlin |