Gustav Oswald Kisch (geboren 26. März 1869 in Bistritz, Österreich-Ungarn; gestorben 1. Juni 1938 in Klausenburg) war ein rumänischer Germanist und Theologe aus Siebenbürgen.
Gustav Kisch war ein Sohn des Gymnasiallehrers Gustav Kisch und der Marie-Luise Zinz. Er besuchte im seinerzeit vorwiegend deutschsprachigen Bistritz das Evangelische Gymnasium. Er studierte Germanistik und Theologie an den Universitäten Leipzig, Budapest, Berlin und Zürich und wurde 1891 bei Hermann Fischer an der Universität Tübingen promoviert. Er arbeitete danach als Lehrer und Rektor der Mädchenbürgerschule und ab 1903 am Gymnasium in Bistritz, von 1910 bis 1920 wirkte er dort als evangelischer Stadtpfarrer und Konsistorialrat. Kisch wurde 1920 Professor für deutsche Philologie mit besonderer Berücksichtigung der Sprache und Literatur der Siebenbürger Sachsen an der Universität Klausenburg.
Kisch definierte auf Basis seiner etymologischen und geschichtlichen Studien das moselfränkisch-rheinische Gebiet Deutschlands und Luxemburgs als Urheimat der Siebenbürger Sachsen. Er war Erforscher der Nösner Mundart und Mitarbeiter am Siebenbürgisch-Sächsischen Wörterbuch.
Er wurde 1933 als korrespondierendes Mitglied in die Rumänische Akademie aufgenommen. Er erhielt verschiedene staatliche Ehrungen, darunter den Luxemburger Orden der Eichenkrone.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kisch, Gustav |
| ALTERNATIVNAMEN | Kisch, Gustav Oswald |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänischer Germanist und Theologe aus Siebenbürgen |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1869 |
| GEBURTSORT | Bistrița |
| STERBEDATUM | 1. Juni 1938 |
| STERBEORT | Cluj-Napoca |