Gustave Thils (* 3. Februar 1909 in Etterbeek; † 12. April 2000 in Löwen) war ein belgischer Theologe, Professor für Fundamentaltheologie und Peritus beim Zweiten Vatikanischen Konzil.
Nach Studien in Mechelen und Löwen wurde Gustave Thils 1931 zum Priester geweiht. Nachdem er 1935 zum Dr. theol. promoviert wurde, habilitierte er sich 1937 und wurde Professor am Seminar in Mecheln und ab 1945 an der Université catholique de Louvain. 1947 erhielt er einen Lehrauftrag für Fundamentaltheologie und Spiritualität. Der Schwerpunkt seines theologischen Wirkens lag auf spirituellen, ekklesiologischen und ökumenischen Themen. Seit 1960 war er Mitglied des Einheitssekretariats.
Thils nahm als Peritus am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. Er war an der Erarbeitung der Schemata beteiligt, aus denen die Konzilskonstitutionen Lumen gentium und Gaudium et spes hervorgingen. Als belgischer Theologe gehörte der squadra belga an. Ergebnisse seiner theologischen Forschungen gingen in die Konzilsdebatten ein.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Thils, Gustave |
| KURZBESCHREIBUNG | belgischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | 3. Februar 1909 |
| GEBURTSORT | Etterbeek bei Brüssel |
| STERBEDATUM | 12. April 2000 |
| STERBEORT | Löwen |