| Gymnocarpos | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gymnocarpos | ||||||||||||
| Forssk. |
Gymnocarpos ist eine Pflanzengattung in der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Die zehn Arten gedeihen in trockenen Regionen von den Kapverden bis China.

Gymnocarpos-Arten sind kahle und starkverzweigte Halbsträucher oder krautige Pflanzen mit aufrechter oder niederliegender Sprossachse.
Die gegenständigen Laubblätter sind sitzend oder in kurzen Blattstiel sowie -spreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind fleischig, zylindrisch oder schwach rinnenförmig und im Umriss linealisch-verkehrtlanzettlich oder rundlich. Sie sind ganzrandig mit stumpfem oder spitzem oberen Ende und haben einen als Stachelspitze austretenden Mittelnerv. Die häutigen Nebenblätter sitzen zwischen den Blattstielen, sind eiförmig-dreieckig und zum äußersten Ende hin spitz; sie sind anfangs verwachsen, später getrennt. Der Blattrand ist annähernd ganzrandig bis fransig.
Die endständigen oder annähernd endständigen Blütenstände sind dichasisch oder teilweise monochasisch und bilden gelegentlich dichte kugelförmige Köpfe. Die Tragblätter sind häutig und nebenblattartig bis auffällig und ebenso groß bis sogar größer als die Blüten, oder sie sind laubblattartig mit gut ausgebildeter Spreite. Die Blüten sind in der Regel sitzend, nur die mittleren haben gelegentlich einen Blütenstiel.
Die Blütenachse ist verkehrt-kegelförmig und gelegentlich mit den Tragblättern verwachsen. Die fünf Kelchblätter sind am Rand häutig, Kronblätter fehlen. Die fünf Staubblätter liegen den Kelchblättern gegenüber und stehen wechselnd mit den fünf fadenförmigen bis dreieckigen Staminodien, die Staubbeutel sind breit länglich-rund. Der verkehrteiförmige, freie oder zu Teilen in den Blütenboden eingelassene Fruchtknoten ist im oberen Teil papillös. Der lange Griffel ist schlank, die Narbe dreigelappt.
Die Frucht hat ein häutiges Perikarp, ist im Umriss länglich und oberwärts papillös; sie reißt unregelmäßig auf. Die ei- bis nierenförmigen, braunen Samen sind leicht abgeflacht.
Die Gattung besiedelt trockene Regionen von den Kapverden und den Kanaren bis in die Mongolei und Nordwestchina. Mannigfaltigkeitszentrum ist das Horn von Afrika.

Die Gattung wurde 1775 durch Pehr Forsskål aufgestellt. Typusart ist Gymnocarpos decandrus Forssk.
Die Gattung Gymnocarpos gehört zur Unterfamilie der Paronychioideae; ihre genaue Position darin ist 2002 unklar. Eng verwandt ist sie mit den Gattungen der Mauermieren (Paronychia) sowie den Bruchkräutern (Herniaria). Molekulargenetischen Untersuchungen zufolge umfasst sie auch die (monotypische) Gattung Sclerocephalus, damit werden ihr zehn Arten zugerechnet.
Es gibt zehn Arten: