| HKL M400 | |
|---|---|
| Anzahl: | 25 |
| Spurweite: | 1522 mm |
| Länge: | 88.220 mm |
| Breite: | 3200 mm |
| Höhe: | 3700 mm |
| Höchstgeschwindigkeit: | 80 km/h |
| Stromsystem: | 750 V Gleichspannung |
| Stromübertragung: | Stromschiene |
| Zugbeeinflussung: | OPTIO |
Der M400 ist ein elektrischer Triebzug mit vier Wagen, der zukünftig in Finnland bei der Metro Helsinki eingesetzt wird. Seine Einführung ist für 2029 bis 2032 geplant, zusammen mit einem neuen CBTC-Zugleitsystem, das einen halbautomatischen Betrieb ermöglicht (GoA2). Betreiber ist das finnische öffentliche Verkehrsunternehmen Pääkaupunkiseudun Kaupunkiliikenne mit Sitz in Helsinki, das auch die Straßenbahn Helsinki betreibt.
Die Züge werden die derzeitigen 19 Züge der Baureihen M100 und 6 Züge M200 ersetzen. Geplant ist die Bestellung von 25 Zügen, mit der Option auf eine spätere Nachbestellung. Die Nutzbarkeit der Züge ab 2030 muss gewährleistet sein, da der technische Lebenszyklus der Züge der Baureihe M100 dann nicht mehr aufrechterhalten werden kann.
Die Beschaffung von 25 Zügen werden geschätzte Gesamtkosten von 250 Millionen Euro zum Stand Oktober 2023 umfassen. Die Projektkosten setzen sich zusammen aus der Konstruktion und Beschaffung der U-Bahn-Züge, der Beschaffung der notwendigen Wartungsleistungen sowie von Ersatz- und Verschleißteilen, dem Projektmanagement und der Bauaufsicht, den Zinsen während der Bauphase und der Projektrücklage.
Sollte der Betrieb der U-Bahn ausgeschrieben werden, steht die zu beschaffende M400-Flotte dem Gewinner der Ausschreibung zur Verfügung.
Die M400-Züge sind für den halbautomatischen Betrieb gemäß dem GoA2-Standard ausgelegt. In der Praxis bedeutet dies, dass sich weiterhin ein Lokführer im Führerstand befindet, der für die Sicherheit sorgt und unter anderem die Türen schließt.
Der Zug wird von einem Computer gesteuert, der einen Zugabstand von 120 Sekunden ermöglicht. Die M300-Züge sind technisch mit dem halbautomatischen Betrieb kompatibel.
Geplant war, dass die Züge später im vollautomatischen Betrieb gemäß dem GoA4-Standard eingesetzt werden können, wodurch kein Lokführer mehr an Bord wäre. In diesem Fall könnte der Zugtakt auf 100 Sekunden verkürzt werden.
Helsingin kaupungin liikennelaitos (HKL) aktualisierte jedoch im Mai 2025 seine Aussage, wonach die Züge der Baureihe M400 nicht nach dem vollautomatisierten GoA4-Standard ausgestattet, sondern die Flotte lediglich für den teilautomatisierten Betrieb geeignet sein würde.
Im Januar 2026 erhielt CAF den Auftrag, das gesamte Netz mit dem CBTC-System OPTIO auszurüsten. Es soll halbautomatisch (GoA2) gefahren werden mit automatischem Kehren an den Endhaltestellen. Verbunden damit ist das METKA-Projekt, das die Erneuerung der veralteten U-Bahn-Systeme, ausreichende Kapazität und die Zuverlässigkeit der U-Bahn verbessert. Ein wichtiger Faktor zur Erhöhung der Kapazität ist die Verkürzung der Zugintervalle. Das METKA-Projekt sieht eine schrittweise Umsetzung vor, die zunächst ein Zugintervall von 120 Sekunden und einen halbautomatischen Betrieb ermöglicht und die Voraussetzungen für einen späteren Übergang zu einem 100-Sekunden-Takt schafft, ohne die Möglichkeit einer weiteren Automatisierung auszuschließen.
Helsingin kaupungin liikennelaitos (HKL - Verkehrsbetrieb der Stadt Helsinki) und Pääkaupunkiseudun Kaupunkiliikenne (deutsch in etwa „Stadtverkehr der Hauptstadtregion“) haben am 23. März 2026 die Anschaffung der M400-Züge mit folgenden Leistungen EU-weit ausgeschrieben: M400-Triebzüge, davon 19–23 M400-Triebzüge in der Erstbestellung und der Rest als optionale Lieferungen innerhalb von zehn Jahren bis zu einer maximalen Gesamtmenge von 58 M400-Triebzügen, dazu Ersatzteile, Lieferantenleistungen, Schulungen, Dokumentation, Spezialwerkzeuge, IT-Systemsimulatoren, streckenseitiges IT-System und Wartungsoptionen mit einem Gesamtwert von 1,200 Mrd. Euro (ohne Mehrwertsteuer). Die Gewährleistungsverpflichtungen gehen über diesen Zeitraum hinaus. Der Unterstützungsvertrag tritt mit der Unterzeichnung in Kraft und hat eine Laufzeit von 30 Jahren ab vorläufiger Abnahme des letzten gelieferten Triebzugs.