| Habranthus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Habranthus | ||||||||||||
| Herb. |
Die Habranthus, wie auch verwandte Gattungen Regenlilien genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die etwa 82 Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.





Habranthus-Arten sind laubabwerfende, ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden ei- bis kugelförmige Zwiebeln mit schwarzer bis brauner Umhüllung („Tunika“) als Überdauerungsorgane aus.
Die grundständigen, aufrechten oder herabgebogenen Laubblätter sind einfach, flach, linealisch, ungestielt, glatt und überschreiten selten die Breite von 2 Zentimetern. Die Blattbasen überlappen sich.
Meist nur eine oder selten bis zu vier Blüten stehen in einem doldigen Blütenstand mit einem einzigen, an seiner Basis röhrigem Hüllblatt zusammen an einem langen, hohlen Blütenstandsschaft. Manchmal sind auch Deckblätter vorhanden.
Die nickenden bis mehr oder weniger aufrechten, zwittrigen, etwas zygomorphen, dreizähligen Blüten sind trompetenförmig und weisen einen Durchmesser von 2 bis 8 Zentimetern auf. Die sechs fast gleichgestalteten, nur an ihrer Basis verwachsenen Blütenhüllblätter (Tepalen) sind meistens weiß. Es sind zwei Kreise mit je drei gebogenen, fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind länger als die Blütenröhre. Die vier verschiedene Längen aufweisenden (Hauptunterscheidungsmerkmal zu den beiden verwandten Gattungen) Staubfäden sind kurz mit den Blütenhüllblättern und teilweise untereinander verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen, der viele Samenanlagen enthält. Der dünne Griffel endet in einer dreiästigen Narbe.
Es werden meist fast kugelige bis mehr oder weniger eiförmige, dreikammerige, dünnwandige Kapselfrüchte gebildet, die viele Samen enthalten. Die dunkel-braunen bis schwarzen, glänzenden Samen sind flach, D-förmig und quer geflügelt.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.




Die Gattung Habranthus wurde 1824 durch William Herbert in Botanical Magazine, Volume 51, Tafel 2464 aufgestellt. Typusart ist Habranthus gracilifolius Herb. Der Gattungsname Habranthus setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern ἀβρος habros für „weich“, „zart“, „angenehm“ oder „zierlich“ und ἄνθος ánthos für „Blüte“ oder „Blume“. Ein Synonym für Habranthus Herb. ist Zephyranthella (Pax) Pax.
Die Gattung Habranthus gehört zur Subtribus Zephyranthinea in der Tribus Hippeastreae innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Manchmal wird der Trivialname Regenlilien für diese Gattung benutzt; das ist aber auch der Trivialname der nah verwandten Gattungen Zephyranthes Herb. und Cooperia Herb., man verwendet diesen Namen also für alle Gattungen der Subtribus Zephyranthinea. Flagg et al. hat 2010 einige Arten aus der Gattung Zephyranthes in die Gattung Habranthus gestellt.
Habranthus-Arten sind in der Neuen Welt verbreitet. Areale gibt es in den südöstlichen und südlich-zentralen USA (zwei Arten), Mexiko (fünf Arten) und hauptsächlich in Südamerika. Einige Arten sind invasive Pflanzen in subtropischen und tropischen Ländern auch außerhalb der Neuen Welt.
Es gibt etwa 82 Habranthus-Arten (hier eine Auswahl):
Hybride:
Es gibt einige Sorten, die als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet werden.