| Hainald-Ratte | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Rattus hainaldi | ||||||||||||
| Kitchener, How & Maharadatunkamsi, 1991 |
Die Hainald-Ratte (Rattus hainaldi) ist ein auf der Insel Flores in Südostasien endemisches Nagetier in der Gattung der Ratten. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung der Stadt Ruteng. Zeitweilig wurde eine Einordnung in die Gattung der Komodo-Ratte (Komodomys rintjanus) diskutiert.
Das Tier ist nach T. Hainald benannt, der beim indonesischen Institut für Wissenschaften angestellt ist und die Erstbeschreiber bei ihren Expeditionen unterstützte.
Für ein Exemplar dieser kleinen Ratte wurde eine Kopf-Rumpf-Länge von 133 mm, eine Schwanzlänge von 161 mm und ein Gewicht von 81 g registriert. Die Hinterfüße waren 29 mm lang und die Länge der Ohren lag bei 21 mm. Typisch ist weiches Fell mit einer orangebraunen Färbung auf der Oberseite und einigen dunkelbraunen Haaren, was ein gesprenkeltes Aussehen erzeugt. Unterseits ist cremefarbenes Fell vorhanden, wobei im vorderen Bereich der Brust kleine graue Flecken auftreten. Die Unterseite des Schwanzes ist fast weiß. Am Schädel fällt der recht kurze und breite Schnauzenteil (Rostrum) auf. Eine Öffnung im Oberkiefer direkt hinter den Schneidezähnen ist klein.
Das Tier lebt im Umfeld des Berges Ranakah in 1000 bis 2000 Meter Höhe. Es bewohnt Bergwälder, die teilweise verändert sein können. Für die Art wird eine nachtaktive Lebensweise angenommen. Weitere Informationen zum Verhalten fehlen.
Die Funde verteilen sich über ein 1100 km² großes Gebiet. Landschaftsveränderungen lassen es weiter schrumpfen. In ihrem Habitat ist die Art recht häufig. Die auf der Insel vorhandenen Hausratten und Pazifische Ratten stellen vermutlich Konkurrenten dar. Die IUCN listet die Hainald-Ratte als stark gefährdet (endangered).