Hakomi

Hakomi ist eine körper- und erfahrungsorientierte Psychotherapiemethode. Sie wurde in den 1970er Jahren von Ron Kurtz (1934–2011) entwickelt, der dabei von Wilhelm Reich und Alexander Lowen entwickelte Körperpsychotherapiemethoden in eine eigene Methode integrierte.

Das Wort „Hakomi“ stammt aus der Sprache der Hopi-Indianer und bedeutet „Der, der du bist“ oder in der Frageform „Wer bist du?“ Es umschreibt den Kern der Hakomi-Methode: die Erforschung der Selbstorganisation.

Konzept

Die Hakomi-Methode kombiniert Psychotherapie und systemische Theorie mit östlicher Philosophie und körperzentrierten Techniken. Kurtz verbindet in Hakomi fünf Prinzipien: innere Achtsamkeit, Einheit, Gewaltfreiheit, Selbstorganisation und die Körper-Geist-Einheit.

Rechtlicher Status der Methode in Deutschland

Hakomi ist, wie Körperpsychotherapie insgesamt, kein in den deutschen Psychotherapierichtlinien anerkanntes Verfahren und kann nicht mit einer Krankenkasse abgerechnet werden.

Literatur

Wiktionary: Hakomi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Nyanaponika: Geistestraining durch Achtsamkeit. 5. Auflage. Beyerlein & Schulte, 2000, S. 26.
  2. ↑ Mitchell Waldrop: „Inseln im Chaos“. Rowohlt Reinbek. 1993
  3. ↑ António R. Damásio: Ich fühle, also bin ich. Die Entschlüsselung des Bewusstseins. List, München 2000, ISBN 3-548-60164-2
  4. ↑ L. Cozolino: The Neuroscience of Psychotherapy. Building and Rebuilding the human brain. W. W. Norton, New York 2002.