Hal Koch

Hal Koch (eigentlich: Hans Harald Koch) (* 6. Mai 1904 in Hellerup; † 10. August 1963) war ein dänischer Theologe und Kirchenhistoriker.

Leben und Wirken

Hal Koch studierte Evangelische Theologie und Romanistik an der Universität Kopenhagen und erwarb dort 1926 und 1929 jeweils einen Magistergrad in Theologie und Romanistik. Zwischen 1929 und 1931 folgten Studienaufenthalte in Italien und an deutschen Universitäten, insbesondere an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine Promotion erfolgte 1932. Schon frühzeitig hatte Koch begonnen, sich mit der Kirchengeschichte zu beschäftigen, und konnte 1936 eine Professorenstelle an der Universität Kopenhagen erhalten. Außerdem beschäftigte er sich intensiv mit der dänischen Volkshochschulbewegung und insbesondere mit N. F. S. Grundtvig. Koch legte zahlreiche Veröffentlichungen überwiegend in dänischer Sprache vor und setzte sich vehement für die Erhaltung der dänischen Demokratie ein, insbesondere während der deutschen Besetzung Dänemarks von 1940 bis 1945. Nach 1943 wurde er wegen der Unterstützung der dänische Widerstandsbewegung verhaftet und mit einer Gefängnisstrafe belegt.

Im Jahre 1957 erhielt Koch die Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala. 1961 zeichnete ihn die Stadt Kiel mit ihrem Kultur- und Wissenschaftspreis aus. Koch starb 1963 auf einem Fährschiff im dänischen Kattegat.

Hal Koch war ab 1929 mit der Theologin und Politikerin Bodil Koch verheiratet. Zu ihren fünf Kindern gehörten die Politikerin Dorte Bennedsen und der Politiker Ejler Koch.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ P. G. Lindhardt: Hal Koch. In: Dansk Biografisk Leksikon (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 10. Januar 2026).
Personendaten
NAME Koch, Hal
ALTERNATIVNAMEN Koch, Hans Harald (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG dänischer Theologe und Kirchenhistoriker
GEBURTSDATUM 6. Mai 1904
GEBURTSORT Hellerup
STERBEDATUM 10. August 1963