Die Halde Hympendahl ist eine ehemalige Schlackenhalde im Dortmunder Stadtteil Hörde, etwa 1 km westlich des Stadtteilzentrums Hörde. Die Halde Hympendahl gehörte, wie auch die benachbarte Halde Schallacker, den Phoenix-Werken (ehemals Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein). Die Phoenix-Werke betrieben mehrere Hochöfen auf dem Gelände Phoenix-West westlich des Hörder Zentrums, hier fielen Hochofenschlacken an, und Stahlkonverter und Walzwerke auf dem Gelände Phoenix-Ost östlich des Hörder Zentrums, hier fielen Konverterschlacken an.

Die Schlacken aus den Hochöfen und dem Stahlwerk wurden anfangs auf der Halde Schallacker abgelagert. Diese Halde befand sich neben der Werksbahn, die die Gelände Phoenix-Ost und Phonix-West miteinander verband (Eliasbahn). Von dieser Werksbahn zweigte eine Schlackenbahn ab, die die Schlacken auf die Halde brachte. Die Halde war umgeben vom drei Eisenbahnstrecken und der Emscher. Die Fläche der Halde konnte somit nicht weiter ausgedehnt werden.
Ende des 19. Jahrhunderts war die Kapazität der Halde Schallacker erschöpft. Westlich der Halde befand sich landwirtschaftlich genutztes Gebiet, das zum Haus Hympendahl gehörte. Man entschied sich, die Felder des Hauses Hympendahl für eine weitere Schlackenhalde zu nutzen, der Halde Hympendahl. Mit Inbetriebnahme der Halde Hympendahl im Jahr 1901 endete die Schlackenablagerung auf der Halde Schallacker. Die Halde Schallacker erreichte eine Höhe von 24 Metern.

Zwischen der Halde Schallacker und der geplanten Halde Hympendahl befand sich die Eisenbahnstrecke von Dortmund-Süd nach Hagen. Somit musste eine Brücke für die Schlackenbahn gebaut werden, damit die Schlackenzüge die Eisenbahnstrecke überqueren konnten, die Hympendahl-Brücke. Die Brücke verband die Oberkante der bestehenden Schallacker-Halde mit der vorgesehenen Oberkante der Hympendahl-Halde.
Im Jahr 1891 begannen die Bauarbeiten. Gebaut wurde die Brücke vom Dortmunder Brückenbauunternehmen C.H. Jucho im neoromanischen Stil mit steinernen als Viadukt ausgeführten Brückenköpfen und einer dazwischen aufgehängten Stahlkonstruktion, über das die Schlackenbahngleise geführt wurden. Die Brücke war 24 Meter hoch, 4,50 Meter breit und 84 Meter lang.
Im Jahr 1901 wurde die Brücke in Betrieb genommen. Auf Seite der Hympendahl-Halde befand sich anfangs nur eine kurze Strecke, die gerade ausreichte, um die Schlacke von dort ins Tal zu kippen. Mit dem Wachsen der Hympendahl-Halde wurde auch die Gleise verlängert, um den jeweiligen Abkipport zu erreichen.

Mit der Inbetriebnahme der Hympendahlbrücke im Jahr 1901 begann auch die Aufschüttung der Halde Hympendahl. Durch die Höhe der Brücke von 24 Metern war die Schütthöhe der Halde vorgegeben. Das Haus Hympendahl, auf dessen Feldern die Halde errichtet wurde, blieb anfangs noch stehen, zumal sich daneben noch eine Ziegelei befand. Anfang der 1940er Jahre war die Halde bereits bis an das Haus Hympendahl heran gewachsen. Da die Gebäude einer Erweiterung der Halde im Wege standen, wurden sie abgerissen.
Die Halde wurde in den folgenden Jahlen bis an den Buschmühlenteich am Rande des Westfalenparks erweitert.
Anfang der 1950er Jahre war der stählerne Mittelteil der Hympendahlbrücke so marode, dass er abgerissen wurde. Da die Halde nicht mehr benötigt wurde, wurde es nicht erneuert. Übrig blieben nur die Stein-Viadukte der Brückenköpfe.

Nach der Schließung der Hochöfen auf dem Phoenix-West Gelände in Jahr 1998 wurde auch die Hympendahl-Halde geschlossen.
Teilweise wurden die Hochofenschlacken auf der Halde als Baumaterial weiter genutzt, z. B. für den Autobahnbau. Die Schlacken wurden aus der Mitte der Halde entnommen, so dass die Halde die Form eines Kraters annahm. In diese Krater wurden in der Folgezeit Abfälle gekippt, z. B. toxische Schlämme.
Bis 2012 wurde die Halde saniert, die Abfall-Ablagerungen wurden abgedichtet und die Halde neu mit dem bestehenden Schlackenmaterial modelliert.
Das steinige Gelände zog einige bedrohte Tierarten an, wie den Flussregenpfeifer und die Kreuzkröte. Diese Tiere brüten sonst im Geröll von Flussufern, und die Hochofenschlacke ist dem recht ähnlich. Da auf dem Gelände nun bedrohte Tierarten brüteten, wurde die Halde unter Naturschutz gestellt. Damit die die Tiere nicht durch Spaziergänger gestört wurden, wurde um die Schlackenflächen, die als Brutgebiet dienen, eingezäunt.
Koordinaten: 51° 29′ 30,1″ N, 7° 29′ 8,2″ O