| Hallisch (Hallesch) | ||
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Gesprochen in |
Halle (Saale), Saalekreis | |
| Linguistische Klassifikation |
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Das Hallische (auch Hallensisch oder Hallesch) ist ein Dialekt, der sich auf die kreisfreie Stadt Halle (Saale) bezieht. In der Stadt Halle und den umliegenden im Saalekreis gelegenen Ortschaften ist der Dialekt noch voll ausgeprägt. Hallisch entwickelte sich sprachgeschichtlich von einer ursprünglich niederdeutschen Stadtmundart zu einer ostmitteldeutsch geprägten städtischen Umgangssprache an der Grenze vom obersächsischen zum thüringischen Sprachgebiet. Der Dialekt wird aufgrund der Grenzlage einerseits dem Obersächsischen Nordosterländischen, andererseits dem Nordostthüringischen zugerechnet und hat typische sprachliche Eigenheiten auf allen Sprachebenen.
Typische Wörter, die nur in der Stadt Halle und umliegenden Dörfern verwendet werden, entstammen der „Glauchschen Mundart“ bzw. dem „Lattcherschmus“, einer stark ans rotwelsche angelehnten Dialektik, die im Hallischen Stadtteil Glaucha gesprochen wurde.
Quellen:
| Hallisch | Hochdeutsch |
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| Bärschde | Bürste |
| Bemme | Brotscheibe |
| Bottn | Schuhe |
| Dust | Idiot |
| Ganker | Weberknecht |
| Haste mr nich jesähn? | Hast du mich nicht gesehen? |
| Heeme | (zu) Hause |
| Ich hawwe keen Jeld nich(e). | Ich habe kein Geld. |
| Ich hawwe niemand nich jesähn. | Ich habe niemanden gesehen. |
| Jib mich ma ne Mark. | Gib mir mal eine Mark. |
| Kerls / Scheeks(er) | Junge(n) |
| Kleeche | schwere Arbeit |
| kniepen | kneifen oder kreischen |
| Kopp/Nischl/Dätz | Kopf |
| Mächens / Ische(n) | Mädchen |
| Majum (obsolet; von hebräisch majim „Wasser“), Räächn (heute) | Regen |
| mausen/mopsen | wegnehmen/stehlen/klauen |
| meiner/meinor | freundliche Ansprache von (auch unbekannten) Menschen und Tieren |
| Motschekiebchen | Marienkäfer |
| nüwwer | hinüber |
| Quien/Kwien | Hund |
| rüwwer | (he)rüber |
| Schnazjer/Schnazcher/Dilpsch | Spatz/Sperling bzw. allg. für Vögel |
| Schnongs | Bonbon |
Quellen: