Der Erstveröffentlichung der Gattung Halonotius und ihrer Typusspezies Hns. pteroides lagen die Stämme 1.15.5 (Typusstamm), 2.27.5, 5.24.4 und 6.14.5 zugrunde, isoliert aus der Solarsaline Cheetham Salt Works (CSW) bei Geelong, Victoria (Australien). Diese Stämme haben abgeflacht stäbchenförmige Zellen, sie sind aerobe, extrem halophile Mitglieder der Haloarchaeen (Halobakterien) in der DomäneArchaea. Die Zellen färben gramnegativ und wachsen optimal in Medien mit einem neutralen pH-Wert und einem Salzgehalt von 20–24% (w/v) für die Stämme 1.15.5 und 2.27.5 bzw. 22–24% (w/v) für 5.24.4 und 6.14.5. Magnesiumionen (Mg2+) sind nicht erforderlich. Der G+C-Gehalt der DNA dieser Stämme liegt bei allen nahe 58mol%. Die DNA-DNA-Kreuzhybridisierung ergab eine mittlere Verwandtschaft untereinander von 77%, wobei die 16S-rRNA-Gensequenzen sich um nicht mehr als 1,6% voneinander unterscheiden.
Phylogenetische Analysen mit anderen anerkannten Mitgliedern der Halobakterien (Haloarchaeen) zeigten 2010, dass sie eine eigenständige Klade bilden mit Halorubrum saccharovorum als nächstem (im Jahr 2010) bekannten Verwandten.
Das einzige wichtige polare Lipid aller vier Isolate war das sulfatierte Diglykosyl-Diether-LipidS-DGD-1.
Unter dem Phasenkontrastmikroskop zeigten die langen, abgeflachten Zellen dieser Stämme oft eine „flügelartige“ Form. Die phänotypischen und phylogenetischen Daten stützten 2010 die Einordnung dieser Stämme in eine neue Art einer neuen Gattung innerhalb der Halobakterien: Halonotius pteroides.
Als Typusstamm dieser gilt 1.15.5ᵀ (alias JCM 14355ᵀ, CECT 7525ᵀ oder DSM 18729ᵀ), dazu kommen als zusätzliche Referenzstämme 2.27.5 (alias JCM 14356 oder DSM 18671), 5.24.4 (alias JCM 14357 oder DSM 18673) und 6.14.5 (alias JCM 14358 oder DSM 18692).
Stamm CSW1.15.5(L,N) alias 1.15.5, DSM 18729, JCM 14355(L,N) oder CECT 7525(L,N,G) – Fundort: Cheetham Salt Works (CSW), Geelong, Victoria, Australien(N,G)
Stamm CSW2.27.5(L,N) alias 2.27.5, DSM 18671 oder JCM 14356(L) – Fundort: ebenda(N)
Stamm CSW5.24.4(L,N) alias 5.24.4, DSM 18673 oder JCM 14357(L) – Fundort: ebenda(N)
Stamm CSW6.14.5(L,N) alias 6.14.5, DSM 18692 oder JCM 14358(L) – Fundort: ebenda(N)
Der Gattungsname Halonotius kommt von altgriechischἅλςháls, deutsch ‚Salz‘ (Genitivἁλόςhalós) und dem lateinischenAdjektivnotius‚südlich‘, die neulat. Wortbildung bedeutet also ein ‚salziger Südlicher‘ (englischa salty southern one).
pteroides kommt von altgriechischπτερόνpterón, deutsch ‚Flügel‘ und dem adjektivischen Suffix -eides, -artig, das neulateinischepteroides beutet also ‚flügelartig‘ und verweist damit auf die Form von vielen dieser Zellen, die abgeflachte Stäbchen mit abgerundeten Enden sind, was den Flügel kleiner Insekten ähnelt.
roseus ist lateinisch und bedeutet ‚rosafarbig‘, ‚pink‘.
terrestris ist lateinisch mit der Bedeutung ‚von/aus der Erde‘ oder ‚zur Erde gehörig‘, ‚terrestrisch‘.
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David G. Burns, Peter H. Janssen, Takashi Itoh, Masahiro Kamekura, Akinobu Echigo, Mike L. Dyall-Smith: Halonotius pteroides gen. nov., sp. nov., an extremely halophilic archaeon recovered from a saltern crystallizer. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, Band 60, Nr.5, 1.Mai 2010, S.1196-1199; doi:10.1099/ijs.0.010017-0, PMID 19667389, Epub 10. August 2009 (englisch).
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Patrizia Lopalco, Simona Lobasso, Maristella Baronio, Roberto Angelini: Impact of Lipidomics on the Microbial World of Hypersaline Environments. In: Halophiles and Hypersaline Environments, Juni 2011, S.123-135; doi:10.1007/978-3-642-20198-1_6, [ResearchGate]:227200827 (englisch). Siehe insbes. Fig.6.
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Ana Durán-Viseras, Adrian-Stefan Andrei, Rohit Ghai, Cristina Sánchez-Porro, Antonio Ventosa: New Halonotius Species Provide Genomics-Based Insights Into Cobalamin Synthesis in Haloarchaea. In: Frontiers in Microbiology, Band 10, 27. August 2019, S.1928; doi:10.3389/fmicb.2019.01928, PMC6719526(freier Volltext), PMID 31507553 (englisch).
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Linhuan Wu, Juncai Ma: The Global Catalogue of Microorganisms (GCM) 10K type strain sequencing project: providing services to taxonomists for standard genome sequencing and annotation. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, Band 69, Nr.4, 5. März 2019; doi:10.1099/ijsem.0.003276, PMID 30832757 (https://gcm.wdcm.org, englisch).