In den 1950er und 1960er Jahren bildete Schulz mit Robert Rehfeldt, Ingo Kirchner und ab 1965 mit dem befreundeten Maler Dieter Tucholke eine experimentelle Künstlergruppe. Die Mitglieder der Gruppe knüpften an Dadaismus und Konstruktivismus an und griffen bald auch Elemente des Tachismus und der Pop-Art auf. Sie fanden so zu künstlerischen Strategien, die „genügend Realität aufnehmen konnten und sich dennoch einer verallgemeinernden Welthaltigkeit nicht verschlossen“. Die Gruppe bestand auf der Pflicht zum „Experiment mit allen Medien und Materialien“. Damit entsprach sie weder dem Kunstverständnis der in Berlin dominierenden Berliner Schule noch dem Begriff, den die staatlichen Institutionen der DDR von Kunst hatten. Tucholke sagte in einem 1990 veröffentlichten Gespräch über die Verbundenheit des Künstlerkreises: „Wir [...] hatten [...] kein Programm, dafür gemeinsame künstlerische Haltungen.“ Der Kunsthistoriker Wolfgang Hütt beschrieb, dass die Künstler in ihren Arbeiten sehr persönliche Bekenntnisse abgaben und schonungslos ihre eigenen Ängste und Nöte offenbarten.
Schulz war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und nahm in der DDR von 1949 bis 1986 an einer bedeutenden Zahl zentraler und wichtiger regionaler Ausstellungen teil.
Selbstreflexion
„die kunst ist ein großer garten mit unzähligen schönen blumen und pflanzen. ein jeder kann sich daraus eine pflücken, einen strauß zusammenstellen oder einen kranz flechten.“
Keramikrelief von Robert Rehfeldt und Hanfried Schulz aus dem Jahr 1982 in Berlin-Friedrichsfelde, 2011Bocaccio – Der Frieden aus einer 1975 entstandenen Reihe von Reliefs von Schulz und Werner Petrich, Frankfurter Allee 174, Berlin-Lichtenberg
Albert Einstein (Holzschnitt, 98 × 62 cm; auf der IV. Deutschen Kunstausstellung)
Mahatma Gandhi (Holzschnitt, 98 × 62 cm; auf der IV. Deutschen Kunstausstellung)
Thomas Mann (Holzschnitt, 98 × 62 cm; auf der IV. Deutschen Kunstausstellung)
Albert Schweitzer (Holzschnitt, 98 × 62 cm; auf der IV. Deutschen Kunstausstellung)
1964: Mädchen Mitkatze
1968: ERBAUT 1777
1981: Bildelemente von Albrecht Dürer in Berlin-Marzahn, Allee der Kosmonauten 141/143 (zusammen mit Werner Petrich); Außenwandbild an der Stirnwand des Eingangsvorbaus der damaligen 1.Hilfsschule „Reinhold Dahlmann“. Nicht erhalten, da im Jahr 2005 das Gebäude abgerissen wurde
um 1982: Einblick
um 1984: Genesis
um 1984: Ritter
Apokalypsis, Zeichnung und Collage
Für den Band 80 der Lyrikreihe Poesiealbum der Dichterin Gabriele Eckart aus dem Jahr 1974 schuf Schulz den Einband und die Grafik.
Mediale Aufmerksamkeit erregten 1995 die Pläne der Berliner Verkehrsbetriebe, nach denen die „aus DDR-Zeiten stammenden Kunsttafeln“ – ein Zyklus von Robert Rehfeldt, Hanfried Schulz und Siegfried Krepp – auf dem U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz mit Reklametafeln zugenagelt werden sollten. Die 16Tafeln mit Collagen zu Motiven der Kaiserzeit und der Weimarer Republik wiesen Graffiti und Vandalismusschäden auf. Im Jahr 2003 wurden die Tafeln abgehängt und bis zur Klärung ihrer weiteren Verwendung eingelagert. Die frei gewordene Fläche wurde überstrichen.
Einzelausstellungen (unvollständig)
1963: Berlin-Weißensee, Kunstkabinett der Instituts für Lehrerweiterbildung
HAP Grieshaber, Sven Knebel; Felix Rellstab [Hrsg.]: Spektrum. Intern. Vierteljahresschrift für Dichtung und Originalgraphik, Zürich. Nr. 40. Sept.1968. Jubiläums-Sondernummer. 10 Jahre Spektrum. Fichtner 192. Mit farbigen Original-Grafiken von HAP Grieshaber (WV Fürst 68/28), C. G. Becker, Otokar Hudecek, Hanfried Schulz, Walter Wörn u. a. Zürich, Druck: Stutz. 1968