Dieser Artikel behandelt den weiblichen Vornamen. Für Personen mit dem Familiennamen Hanna sowie für weitere Bedeutungen siehe Hanna (Begriffsklärung).
Bei Hanna handelt es sich um eine Variante des hebräischen Namens חַנָּה Channa bzw. ẖannāh. Dieser Name geht auf die Wurzel חנן ẖnn „gnädig sein“, „sich erbarmen“ zurück. Ob es sich beim Namen um eine Kurzform der erschlossenen Perfektform חַן* ẖan mit ausgefallenem theophoren Element (Elhanna, Johanna u. ä.) „[Gott/der Herr] hat sich erbarmt“, eine Variante zum palmyrenischen Frauennamen חנא oder um eine feminine Form zu *ḥann- „Gunst“, „Gnade“ handelt, lässt sich nicht genau rekonstruieren.
Jesu Großmutter, die Mutter Marias, wird in der Bibel nicht erwähnt, ist jedoch in der kirchlichen Tradition als Anna bzw. Hanna bekannt.
Verbreitung
Deutschland
Der Name Hanna war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein mäßig populärer Vorname, der etwa seit Beginn des Zweiten Weltkrieges immer seltener vergeben wurde. Ab den 1970er Jahren wurde der Name zunehmend häufiger vergeben, auch in seiner englischen Schreibweise Hannah. Seit dem Ende der 1990er Jahre gehört der Name zu den beliebtesten weiblichen Vornamen in Deutschland. In den Jahren 2007, 2008, 2014 und 2019 belegte Hanna/Hannah Rang 1 der am häufigsten vergebenen Mädchennamen in Deutschland.
Die Schreibweisen Hanna und Hannah sind in Deutschland beinahe gleichhäufig vertreten. Seit 2010 steigt die Beliebtheit der Schreibweise Hanna, während Hannah seltener vergeben wird.
Hanna – ein Porträt weiblicher Gnade. In: John F. MacArthur: Zwölf außergewöhnliche Frauen. CLV, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-86699-223-8, S. 109–128. (PDF) – zu Hanna, Mutter des Propheten Samuel
↑Hanna.In:Nordic Names.Judith Ahrholdt,abgerufen am 9.Mai 2022(englisch).
12Wilhelm Gesenius:Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2018, ISBN 978-3-642-25680-6, S.371.
↑Wilhelm Gesenius:Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2018, ISBN 978-3-642-25680-6, S.373.
↑Walter Bauer:Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. 6. Auflage. Walter de Gruyter & Co, Berlin/New York 1988, ISBN 3-11-010647-7, S.139.
12Hannah.In:Beliebte Vornamen.Knud Bielefeld,abgerufen am 9.Mai 2022.