Hans oder Hanns ist ein männlicher Vorname und ein Familienname.
Hans ist eine Kurzform des männlichen hebräischen Vornamens Johannes, ist aber als eigenständige Form standesamtlich anerkannt. Er kommt auch als Familienname vor. Er tritt auch in Kombination meist vor anderen Vornamen auf, getrennt geschrieben, zusammen geschrieben oder mit Bindestrich.
Hans war seit dem Mittelalter ein sehr populärer Jungenvorname in Deutschland: Nachdem er in der frühen Neuzeit in vielen Regionen der häufigste Männername war, häufig auch Hanns oder Hannß geschrieben, gehörte er vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre hinein zu den zehn meistvergebenen Vornamen in Deutschland und war dabei nach 1910 oft der am meisten vergebene überhaupt. Hierin sind allerdings auch Doppelnamen wie Hans-Jürgen und Hans-Dieter eingerechnet, die insbesondere nach 1935 verstärkt vorkamen. Seit Ende der 1950er Jahre hat die Popularität des Namens stark abgenommen.
In Österreich gehörte der Name von 1984 bis 1986 noch zu den Top-100, danach ging seine Beliebtheit stetig zurück. Seit 2006 wird der Name nur noch selten vergeben. Der Name zählte in der Schweiz von 1930 bis 1975 dauerhaft zu den 100 beliebtesten Jungennamen. Bis 1953 belegte er sogar stets die Spitzenposition der Hitlisten. Seit den 1980er Jahren ist der Name nur noch mäßig beliebt. Von 1930 bis 2023 wurde er etwa 45.000 Mal vergeben. Die Vergabe ist auch in Liechtenstein nachgewiesen.
Hans ist in Dänemark und Schweden ein geläufiger Name, der besonders von den 1930er bis zu den 1980er Jahren häufiger vergeben wurde. Der Name lag in Norwegen von 1945 bis 1968 in den Top-20 und bis zu den frühen 2000er Jahren durchgehend in den Top-100. Danach ließ seine Beliebtheit nach. Im Jahr 2022 erzielte der Name mit Rang 98 wieder einen Platz in den Top-100.
In den Niederlanden befindet sich der Name seit 1930 fast jährlich in den Hitlisten. Der Name lag bis 1974 durchgehend in den Top-100. Ende der 1980er Jahre hat seine Beliebtheit nachgelassen. Von 1930 bis 2023 wurden rund 26.500 Jungen so genannt. Der Name kommt in Belgien nur hin und wieder in den Hitlisten vor. In Frankreich tauchte der Name von 1900 bis Ende der 1970er Jahre sporadisch in den Top-500 der Hitlisten auf. In Tschechien belegte er im Jahr 1941 Rang 194.
In England ist der Name seit 1996 regelmäßig in den Vornamenscharts anzutreffen. Der Name Hans taucht in Schottland nur sporadisch in der Namensgebung auf. In Irland kommt der Name seit 1964 alljährlich in den Hitlisten vor, jedoch in einem geringen Volumen. Der Vorname wird in Kanada seit 1980 fast jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. In den USA befand sich der Name von 1880 bis zur Jahrtausendwende regelmäßig in den Top-1000.

Unabhängig von dieser hebräisch-europäischen Etymologie gibt es das Wort „hans“ in der Panjabi-Sprache, wo es „Schwan“ bedeutet. Mit dieser Grundbedeutung kommt es auch als Name vor, z. B. für eine Bevölkerungsgruppe im pakistanischen Punja oder den indischen Sänger Hans Raj Hans.