Hans Gotthard Ehlert (* 30. Januar 1947 in Middels, Niedersachsen) ist ein deutscher Offizier der Bundeswehr (Oberst a. D.) und Militärhistoriker. Er war Amtschef des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes.
Ehlert stammt aus Niedersachsen. Er trat 1967 nach dem Abitur in die Fernmeldetruppe der Bundeswehr ein. Ehlert besuchte die Heeresoffizierschule II in Hamburg und gehörte dort zu den Leutnanten 70. Von 1974 bis 1980 studierte er Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft und Völkerrecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn. 1981 wurde er bei Gerhard Adelmann an der Philosophischen Fakultät mit der Dissertation Die wirtschaftliche Zentralbehörde des Deutschen Reiches 1914 bis 1919. Das Problem der „Gemeinwirtschaft“ in Krieg und Frieden zum Doctor philosophiae promoviert.
Von 1981 bis 1983 wurde er als Offizier des Truppendiensts (u. a. Kompaniechef) verwendet. Ab 1984 war er Historikerstabsoffizier am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) in Freiburg im Breisgau und Potsdam, wo er den 1998 eingerichteten Forschungsbereich IV („Militärgeschichte der DDR im Bündnis“) aufbaute. 2003/04 war er Leiter der Abteilung „Ausbildung, Information, Fachstudien“ (AIF) und stellvertretender Amtschef sowie von 2004 bis 2010 Amtschef des MGFA. Er veröffentlichte mehrere Bücher.
2014 wurde die englische Übersetzung von Der Schlieffenplan mit dem Arthur Goodzeit Book Award des New York Military Affairs Symposium ausgezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ehlert, Hans |
| ALTERNATIVNAMEN | Ehlert, Hans Gotthard (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier und Militärhistoriker |
| GEBURTSDATUM | 30. Januar 1947 |
| GEBURTSORT | Middels |