Hans Sarkowicz

Hans Sarkowicz (* 1955 in Gelnhausen) ist seit 1979 beim Hessischen Rundfunk Leiter des Bereichs hr2-Literatur und Hörspiel.

Leben

Hans Sarkowicz studierte von 1974 bis 1979 Germanistik und Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main und absolvierte als Magister (M.A.).

Sarkowicz war 2014/15 Lehrbeauftragter am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität mit Schwerpunkt auf der Kulturgeschichte der frühen Bundesrepublik.

Gemeinsam mit weiteren Autoren veröffentlichte er Biografien unter anderem über Erich Kästner, Heinz Rühmann und Philipp von Boeselager. Weiterhin ist er Mitherausgeber der Werke Kästners sowie Autor von rundfunkhistorischen Publikationen, etwa über den Hessischen Rundfunk, die alliierte Rundfunkpropaganda im Zweiten Weltkrieg und über das Radio während des Dritten Reiches. Weitere Werke sind Rechte Geschäfte (1994) über den Verleger mit „Verwicklungen in die rechtsextreme Szene“ Herbert Fleissner sowie Literatur in Nazideutschland von 2000 (2011 überarbeitet und erweitert als Schriftsteller im Nationalsozialismus wiederveröffentlicht).

2022 wurde Sarkowicz von der Justus-Liebig-Universität Gießen die Ehrendoktorwürde als „einer der wichtigsten Förderer von Kunst und Literatur im öffentlichen Rundfunk“ verliehen. Seit 2025 ist er Vorsitzender der Historischen Kommission der ARD.

Schriften

mit Alf Mentzer: Schriftsteller im Nationalsozialismus. Insel, Berlin 2011, ISBN 978-3-458-17504-9.

Hörbücher

Auszeichnung

Sonstiges

Hans Sarkowicz ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur und der Frankfurter Historischen Kommission. 2014 war er Jurymitglied und Laudator des Fanpreis des Jahres auf dem Deutschen Fußball-Kulturpreis.

Einzelnachweise

  1. ↑ Organigramm. Stand: 1. Januar 2017. Hessischer Rundfunk. Abgerufen am 22. April 2018.
  2. ↑ Zur Person: Hans Sarkowicz. In: Universität Frankfurt, aufgerufen am 24. Juli 2019.
  3. ↑ Jan Bielicki: Rechtsextremisten ehren Münchner Verleger. Beifall aus der falschen Ecke. In: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010.
  4. ↑ Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) Pressemitteilung Nr. 22 • 16. Februar 2022: Hans Sarkowicz erhält Ehrendoktorwürde der JLU, abgerufen am 16. Februar 2022
  5. ↑ Hans Sarkowicz als Vorsitzender der Historischen Kommission
  6. ↑ Rezension von Marcel Atze: Im völkischen Glashaus. Hans Sarkowicz und Alf Mentzer legen ihr biographisches Lexikon „Literatur in Nazi-Deutschland“ in einer erweiterten Neuausgabe vor. In: Literaturkritik.de, Nr. 7, Juli 2002.
  7. ↑ Rezension von Christian Fuhrmeister: Hans Sarkowicz (Hg.): Hitlers Künstler. In: ArtHist, 1. März 2006.
  8. ↑ Süddeutsche Zeitung: Der schwule Grimm-Bruder Ferdinand schrieb auch Märchen. Abgerufen am 31. Oktober 2021.
  9. ↑ Erik Wenk: "Geheime Sender" im Rundfunkarchiv Babelsberg: Sketche und Talkshows gegen Hitler In: Der Tagesspiegel, 2. September 2016
  10. ↑ Wolfgang Schneider: Sprechen in finsteren Zeiten. In: FAZ, 15. Oktober 2016, Artikelanfang, Seite L10; vgl. Verlagsangaben.
  11. ↑ Joachim Käppner: Hörbuch „Jahrhundertstimmen 1900-1945“. Abgerufen am 31. Oktober 2021.
  12. ↑ Hans Sarkowicz. In: www.fussball-kultur.org. Abgerufen am 15. September 2026 (deutsch).
  13. ↑ Hans Sarkowicz, Deutsche Akademie für Fußball-Kultur
Personendaten
NAME Sarkowicz, Hans
KURZBESCHREIBUNG deutscher Journalist
GEBURTSDATUM 1955
GEBURTSORT Gelnhausen