Hans Boy-Schmidt (* 7. Oktober 1907 in Lüneburg; † 23. August 1976 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Nach dem Abitur am Gymnasium Johanneum Lüneburg im Jahr 1926 nahm Boy-Schmidt eine Ausbildung zum Tischler auf zur Vorbereitung auf ein Architekturstudium. Er studierte Architektur und Kunst an der Landeskunstschule in Hamburg (heute: Hochschule für bildende Künste Hamburg). Nach kurzer Zeit in einem Architekturbüro wurde er freischaffender Künstler. 1935 stellte er erstmalig in einer Kollektivausstellung in Hamburg aus. Während des zweiten Weltkriegs war er als Soldat der 7. Gebirgsjägerdivision Kriegsmaler in Lappland. Nach dem Krieg gab er Malkurse in Lüneburg und war dort als Künstler und Gebrauchsgrafiker tätig.
Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit als Maler war die Landschaftsmalerei vorwiegend nach norddeutschen und skaninavischen Motiven, später auch aus dem Tessin. Hierfür nutzte er verschiedene Techniken, überwiegend Aquarell, aber auch Tusche- und Federzeichnungen oder Ölfarbe. Ein weiterer wichtiger Schaffensbereich war die Porträtmalerei. Als Kunst am Bau schuf er auch mehrere große Wandbilder und -mosaiken.
Mehr als 20 Jahre lang gestaltete er als Gebrauchsgrafiker Werbe- und Informationsmaterial für die Stadt Lüneburg, den Landkreis Lüneburg und den Fremdenverkehrsverband Lüneburger Heide. Hierzu fertigte er die nötigen Fotografien auch meist selbst an. Außerdem gestaltete er Wappen und Medaillen sowie Bucheinbände und Schallplattenhüllen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boy-Schmidt, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 7. Oktober 1907 |
| GEBURTSORT | Lüneburg |
| STERBEDATUM | 23. August 1976 |
| STERBEORT | Lüneburg |