Hans Daalder (* 4. Mai 1928 in Bergen/Nordholland; † 4. April 2016 in Leiden) war ein niederländischer Politikwissenschaftler und Hochschullehrer.
Hans Daalder studierte Politikwissenschaft an der London School of Economics und legte dort 1954 seinen ersten Abschluss ab. Anschließend wechselte er an die Universiteit van Amsterdam, wo er 1960 promovierte. In Amsterdam hatte er bereits über längere Zeit Assistententätigkeiten an der dortigen Universität inne, außerdem am Institute for Social Studies in Den Haag. Von 1960 bis 1961 folgten Postgraduiertenstudien an der Harvard University und der University of California, Berkeley. Im Jahre 1963 übernahm er eine Professur für Politikwissenschaft an der Universität Leiden, die er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1993 innehatte. Außerdem wirkte Daalder von 1976 bis 1979 am Europäischen Hochschulinstitut und versah 1999 eine Gastprofessur an der Harvard University. In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Daalder vor allem mit der vergleichenden Analyse von Parteiensystemen in Europa und dem politischen System der Niederlande.
Im Jahre 1970 war Hans Daalder Mitgründer des European Consortium for Political Research, dessen Vorsitz er von 1976 bis 1979 innehatte. Er war Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften und der American Academy of Arts and Sciences.
Der amerikanische Sicherheitsexperte und Diplomat Ivo Daalder ist sein Sohn.
Monographien
Aufsätze
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Daalder, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Politikwissenschaftler und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 4. Mai 1928 |
| GEBURTSORT | Bergen/Nordholland |
| STERBEDATUM | 4. April 2016 |
| STERBEORT | Leiden |