Hans Geulen (* 23. März 1932 in Aachen; † 24. September 2017 in Bonn) war ein deutscher Germanist und Literaturhistoriker.
Nach dem Abitur 1955 studierte Geulen Germanistik, Geschichte, Philosophie und Geographie an den Universitäten Marburg, Innsbruck und Bonn. Mit einer Dissertation über Homo Faber von Max Frisch als Beispiel modernen Erzählens wurde er 1962 in Bonn zum Dr. phil. promoviert. 1963 wurde Geulen wissenschaftlicher Assistent bei Günther Weydt in Münster, nach einem Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnte er sich in Münster 1971 mit einer umfassenden Darstellung zur „Erzählkunst der frühen Neuzeit“ habilitieren. Er begann dort im selben Jahr seine Lehrtätigkeit und wurde 1972 außerplanmäßiger Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Göttingen, Saarbrücken und Stuttgart wurde Geulen 1973 Wissenschaftlicher Rat und Professor am Germanistischen Institut der Universität Münster, an deren Lehrstuhl er bis zu seiner Emeritierung 1997 tätig war.
Kinder von Hans Geulen sind die Literaturwissenschaftlerin Eva Geulen und der Historiker Christian Geulen.
Die Forschungs- und Lehrtätigkeit Geulens umfasste die gesamte neuere Literatur von 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Seine Veröffentlichungen befassten sich mit der Literatur des Barockzeitalters, dem Roman der Romantik, Jean Paul und immer wieder mit Johann Wolfgang von Goethe. 2005 veröffentlichte er unter dem Titel „Frühe Endzeit“ eine autobiographische Erzählung.
| Personendaten | |
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| NAME | Geulen, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Germanist |
| GEBURTSDATUM | 23. März 1932 |
| GEBURTSORT | Aachen |
| STERBEDATUM | 24. September 2017 |
| STERBEORT | Bonn |