
Hans Harders (* 31. Oktober 1875 in Mörel (Holstein); † 26. Juli 1943 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur. Seine Werke werden noch heute von Sammlern nachgefragt und in nationalen und internationalen Auktionshäusern angeboten.
Hans Harders wurde als einziger Sohn des gleichnamigen Bauern Hans Harders im holsteinischen Mörel geboren. Er wuchs mit zwei Schwestern auf, entwickelte schon als Kind eine künstlerische Neigung und modellierte aus Möreler Lehm und Ton Tierfiguren. Da er die vorgesehene Hofnachfolge ausschlug, verkauften seine Eltern den Hof und ermöglichten ihm ein Studium an den Kunstakademien in Berlin und Dresden.
Harders’ Lebens- und Wirkungsort als Künstler wurde Berlin, dabei blieb er Mörel und Umgebung verbunden. Nach seinem Entwurf fertigte der Museumsdirektor des Heimatmuseums Hohenwestedt Hans Wilhelm Sierck 1929 einen zwei Meter großen Saurier aus Stahlbeton, welchen er 1930 der Gemeinde schenkte und der auf einer Insel im Barmer Teich steht. Zum 100. Geburtstag des Betonsauriers im Jahr 2029 plant die Gemeinde Hohenwestedt seine Restaurierung. Harders’ Werk umfasst Statuetten und Porzellanskulpturen im Jugendstil und im Stil des Art déco sowie Ton- und Gussarbeiten. Seine Medaillenentwürfe befassen sich hauptsächlich mit Motiven aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Die Formgestaltung seiner Bronzen wurde unter anderem von der Berliner Bildgießerei Rosenthal & Maeder umgesetzt, später (nach deren Übernahme 1929) von Preiss & Kassler. In den 1920er Jahren schuf Harders eine Reihe von Modellen für die Porzellanhersteller Fraureuth und Lorenz Hutschenreuther.
Harders war verheiratet mit Auguste Groß. Die Eheleute hatten einen Sohn, der ebenfalls Hans hieß. Beerdigt wurde Harders auf dem Alten Friedhof in Hohenwestedt.
Anlässlich seines 150. Geburtstages 2025 ehrte das Heimatmuseum Hohenwestedt Hans Harders mit einer Sonderausstellung.
| Personendaten | |
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| NAME | Harders, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer und Medailleur |
| GEBURTSDATUM | 31. Oktober 1875 |
| GEBURTSORT | Mörel (Holstein) |
| STERBEDATUM | 26. Juli 1943 |
| STERBEORT | Berlin |