Hans (Heinrich) Heitmann (* 5. Januar 1904 in Großflintbek; † 4. September 1970 in Lübeck) war ein deutscher Lehrer und Schriftsteller. Er schrieb überwiegend in plattdeutscher Sprache.
Heitmann besuchte von 1921 bis 1924 das Lehrerseminar in Kiel. 1924 fand er eine erste Anstellung in Rickling. Es folgten verschiedene Stellen, u. a. in Meldorf. 1935 wurde Heitmann Lehrer an einer Hilfsschule (Förderschule) in Lübeck und später ihr Konrektor. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.739.816).
Heitmann erlangte vor allem in der Zeit des Nationalsozialismus, aber auch weiterhin nach dessen Ende, große Anerkennung als niederdeutscher Dichter. Seit der Gründung des Eutiner Dichterkreises 1936 durch den nationalsozialistischen Regierungspräsidenten Johann Heinrich Böhmcker war er dort Mitglied. Sein 1938 erscheinender erster Roman Carsten Wulf. En Weg in't Riek wurde in Quickborn, der führenden Zeitschrift für plattdeutsche Sprache und Literatur der Vereinigung, für niederdeutsche Sprache und Literatur e. V. positiv rezensiert als ein Werk, das vorstoße zu dem, „wonach der deutsche Mensch verlangt: zur politischen Dichtung im besten Sinne. […] Der Einzelne ist nichts; Deutschland ist alles! Für Deutschland muß […] alles […] geopfert werden.“ Das war kein Einzelurteil. Der Roman wurde generell von der NS-Kritik „sehr wohlwollend“ beurteilt.
Heitmann schrieb Hör- und Bühnenspiele, Balladen, Erzählungen und historische Romane sowie eine Biographie Theodor Storms (1940). Angefangen mit Grise Wulf (1937) wurden mehrere seiner Stücke durch Richard Ohnsorg bzw. im Ohnsorg-Theater aufgeführt.
Er war verheiratet mit Anneliese, geb. Boysen aus Meldorf.
Heitmanns Nachlass wird von der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek verwahrt. Zur Feier seines 100. Geburtstages 2004 hielt der damalige schleswig-holsteinische Landtagspräsident Heinz-Werner Arens die Festrede.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heitmann, Hans |
| ALTERNATIVNAMEN | Heitmann, Hans Heinrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lehrer und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 5. Januar 1904 |
| GEBURTSORT | Großflintbek |
| STERBEDATUM | 4. September 1970 |
| STERBEORT | Lübeck |