Hans Juretschke (* 11. September 1909 in Iburg; † 16. Juni 2004 in Madrid) war ein deutscher Romanist, Hispanist, Germanist und Historiker, der in Spanien wirkte.
Nach dem Abitur am Carolinum Osnabrück studierte Juretschke ab 1929 in Heidelberg, Dijon, Bonn, Madrid und Oxford. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten wurde er Mitglied der SA. Er wurde 1937 an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn bei Ernst Robert Curtius promoviert mit der Arbeit Das Frankreichbild des modernen Spanien (spanisch: España ante Francia, Madrid 1940, mit Vorwort von Antonio Tovar) und ging im Herbst 1939 bis 1941 als Lektor für Deutsch nach Madrid. Dort war er von 1942 bis 1945 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in der Kulturabteilung der Botschaft des Dritten Reiches und redigierte zusammen mit Theodor Heinermann die Zeitschrift Boletín bibliográfico.
Seit 1941 hatte Juretschke an der Universität Complutense in Madrid einen Lehrauftrag für deutsche Literaturgeschichte. Von 1963 bis zu seiner Emeritierung 1979 war er ebenda für dieses Fach außerordentlicher Professor, daneben Direktor des Instituto Germano-Español de Investigación der Görres-Gesellschaft (als dessen Sekretär er schon seit 1958 fungierte).
Juretschke war seit 1929 Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Arminia Heidelberg. Er war ein Sohn des Landwirtschaftsrats Dr. Paul Juretschke (1869–1946).
| Personendaten | |
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| NAME | Juretschke, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Romanist, Hispanist, Germanist und Historiker, der in Spanien wirkte |
| GEBURTSDATUM | 11. September 1909 |
| GEBURTSORT | Bad Iburg |
| STERBEDATUM | 16. Juni 2004 |
| STERBEORT | Madrid |