Hans-Dieter Lembens

Hans-Dieter Lembens (* 9. Januar 1933 in Rostock; † 3. Januar 2010 in Berlin) war ein deutscher Schlagzeuger und Solopauker.

Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik in Berlin trat er 1956 als Solopauker in das Berliner Sinfonie-Orchester (DDR) ein und blieb dort bis zum Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961, kurz unterbrochen durch eine Mitwirkung am Staatstheater Saarbrücken von 1957 bis 1958. In dieser Zeit entstand eine enge und letztlich lebenslange Freundschaft zu einem Orchesterkollegen, dem Musiker und Komponisten Wolfgang Preissler. Da Lembens in West-Berlin lebte und nicht zu einem Umzug nach Ostberlin / DDR bereit war, musste er das Berliner Sinfonie-Orchester zwangsweise verlassen.

Am 1. Februar 1962 wurde Hans-Dieter Lembens Mitglied der Berliner Philharmoniker. Zunächst als Schlagzeuger, ab 1970 zusätzlich als stellvertretender Solopauker. Er gehörte dem Orchester ununterbrochen 36 Jahre lang, bis zu seiner Pensionierung am 31. August 1998, an und wirkte unter der Leitung des Chefdirigenten des Orchesters, Herbert von Karajan, u. a. bei einer Vielzahl von Schallplattenproduktionen und CD-Veröffentlichungen der Berliner Philharmoniker mit.

Bekannt wurde Lembens auch durch seine mehrjährige Lehrtätigkeit im Hauptfach Schlaginstrumente an der Hochschule der Künste in Berlin. Zu seinen Schülern und Studenten zählten Joachim Gruner, Lutz Halfter, Thomas Preissler, Manfred Braun, u. a.

Basierend auf seinen langjährigen Erfahrungen als Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker entwarf er eine besondere Artist Serie von Schlägeln, die vom japanischen Hersteller Playwood noch immer gefertigt werden und weltweit in bekannten Orchestern im Einsatz sind. Insbesondere seine Schlägel für Glockenspiel mit Glasfiberköpfen und die Serie BD-10 bis BD-50 für Große Trommel genießen international höchste Anerkennung.

Hans-Dieter Lembens wurde nach seinem Tod anonym auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin beigesetzt.

Literatur

Hörbeispiele

Einzelnachweise

  1. ↑ Playwood Künstlerserie Hans-Dieter Lembens
  2. ↑ Hörspiele im Deutschen Rundfunkarchiv (DRA)