
Hans Peter Klein (* 1951) ist ein deutscher Biologe und er lehrte bis 2018 Didaktik der Biowissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Von 1977 bis 2001 unterrichtete er als Gymnasiallehrer in Nordrhein-Westfalen. 2001 wurde Klein auf den Lehrstuhl für Didaktik der Biowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main berufen. Dieser befasst sich mit dem Wissenstransfer biowissenschaftlicher Erkenntnisse in die Öffentlichkeit und den schulischen Bildungsbereich.
Seit 2006 ist er Präsident der Gesellschaft für Didaktik der Biowissenschaften und war Mitbegründer der in Köln 2010 gegründeten Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V, bei der auch Geschäftsführer ist.
In seinem populärwissenschaftlichen Buch Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen befasst er sich kritisch mit den PISA-Studien und dem Bologna-Prozess und deren Auswirkungen auf das Bildungssystem. Er sieht in der Reduktion der Anforderungen an Schüler und Studenten einen Rückgang bei deren Bildung. Seitens der Politik sei es nicht mehr gewünscht die Frage nach dem „Warum?“ zu stellen und riskiere man als Kritiker berufliche und finanzielle Nachteile.
Unter Zitierung von Andreas Schleicher, „Google weiß alles“, weist er zudem auf die zunehmende Tendenz hin, dass sich Schüler und Studenten ihr Wissen unreflektiert über das Internet aneignen. Er bemängelt dabei, dass dadurch in Zukunft Großkonzerne entscheiden würden „was wir zu wissen haben und was nicht“. Teile der Wikipedia seien mittlerweile ein Steuerungsinstrument bestimmter Interessengruppen, um „umstrittene Vorstellungen als objektiven Wissensbestand zu deklarieren oder Werbung in eigener Sache zu machen. Zusätzlich tobt ein Kampf der »Überwacher« bestimmter Rubriken von Wikipediaeinträgen, die, wie beispielsweise Vertreter der feministischen Genderforschung, sämtliche Aktivitäten genauestens beobachten und alles unternehmen, um ihnen nicht genehme kritische Beiträge von vornherein durch ihr Veto zu blockieren – oft mit großem Erfolg.“
In der Neuen Zürcher Zeitung forderte er nach dem Vorbild Norwegens auch in Deutschland der durch Steuergeld finanzierten Genderforschung die Mittel zu streichen. Er ging dabei von der Ausladung Ulrich Kutscheras als Antrittsredner durch die Philipps-Universität Marburg aus, die auf Grund dessen Kritik an den Gender Studies seine Sicherheit nicht garantieren konnte. Dies wäre „ein ungeheuerlicher Vorgang an einer deutschen Universität.“
Im Herbst 2018 wurde Klein von der Partei Alternative für Deutschland für die Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ nominiert. Der Neurowissenschaftler Manfred Spitzer hatte dies kurz zuvor abgelehnt.
| Personendaten | |
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| NAME | Klein, Hans Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Biologiedidaktiker |
| GEBURTSDATUM | 1951 |