Hans Querner

Hans Querner (* 22. September 1921 in Hamburg; † 29. September 2012 in Wernigerode) war ein deutscher Biologe. Er gilt als Pionier der Biologiegeschichte Deutschlands.

Leben

Der Sohn eines Facharztes für Innere Medizin zog nach dem frühen Tod seines Vaters nach Wernigerode, wo sein Großvater, der Apotheker Forcke, Ehrenbürger war. Hier besuchte er zunächst das Lyceum und später das Fürst-Otto-Gymnasium bis zum Abitur 1940, dann verließ er den Harz, um in Göttingen und Freiburg im Breisgau Zoologie, Botanik, Chemie und Anthropologie zu studieren. 1947 wurde er bei Karl Henke (1895–1956) mit der Dissertation Untersuchungen über die Flügelform der Mehlmotte Ephestia kühniella Z., insbesondere den Faktor kfl <kurzflügelig>, welche die Genetik der Formbildung zum Thema hatte, promoviert. 1955 folgte die Habilitation über Zoologie und Entwicklungsphysiologie mit der Schrift Entwicklungsphysiologische Untersuchungen über den Einfluss von Steroidhormonen auf juvenile Fische Poeciliidae. Von 1947 bis 1951 war Querner am Zoologischen Institut in Heidelberg, bis 1953 an der Universität zu Köln und ab 1953 erneut in Heidelberg tätig.

1962 erfolgte seine Ernennung zum außerordentlichen Professor. Von 1966 bis 1970 war er am Institut für Geschichte der Medizin an der Universität Heidelberg tätig. 1970 übernahm er die Leitung der Abteilung für Geschichte der Biologie, die er bis zu seiner Pensionierung 1984 innehatte. In dieser Funktion legte er zahlreiche grundlegende Publikationen zur deutschen Biologiegeschichte vor.

Nach dem Mauerfall kehrte er nach Wernigerode zurück, um in der Heimatstadt seiner Vorfahren, die bis Wilhelm Reiffenstein zurückreichten, den Ruhestand zu verleben.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Todesanzeige (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), volksstimme.de (abgerufen am 6. Oktober 2012).
  2. ↑ Sabine Braunschweig: Auf- und Ausbau (1961–1991). In: Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Hrsg.): Das Wichtige Brückenfach. 60 Jahre Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (1961–2021), Medizinische Fakultät Universität Heidelberg 2021, S. 8 f.
Personendaten
NAME Querner, Hans
KURZBESCHREIBUNG deutscher Biologe
GEBURTSDATUM 22. September 1921
GEBURTSORT Hamburg
STERBEDATUM 29. September 2012
STERBEORT Wernigerode