Hans Hermann Theodor Retzlaff (* 4. Oktober 1902 in Berlin; † 1. Dezember 1965 in Tann/Rhön) war ein deutscher Fotograf und Dokumentarfilmer.
1929 begann Hans Retzlaff eine selbstständige Tätigkeit als Fotograf in Berlin-Charlottenburg. Er widmete sich vor allem den Aufnahmen von Volkstrachten, aber auch von Porträts und Landschaften. Er produzierte auch einige Filme über die Menschen und die Kultur in verschiedenen deutschen Landschaften wie der Lausitz, Siebenbürgen und der Schwalm.
Hans Retzlaff wurde bekannt durch Fotografien in Zeitungen, Zeitschriften, heimatkundlichen und Volks-Büchern. Seit 1934 publizierte er eigene Fotobände. In den folgenden Jahren arbeitete er mit dem nationalsozialistischen Propagandaapparat zusammen und beteiligte sich unter anderem am Fotoband Der Untermensch von 1942. Seit 1943 war er für die Begutachtung von Bombenschäden in Berlin tätig.
1945 verließ er Berlin nach dem Verlust seines Archivs mit den meisten Filmnegativen. Er setzte seine Tätigkeit in Tann in der Rhön fort, wo er ein umfangreiches Archiv von Reproduktionen von Kunstwerken aufbaute.
Fotobände
Fotografien in weiteren Publikationen
Filme
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Retzlaff, Hans |
| ALTERNATIVNAMEN | Retzlaff, Hans Hermann Theodor (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fotograf und Dokumentarfilmer |
| GEBURTSDATUM | 4. Oktober 1902 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 1. Dezember 1965 |
| STERBEORT | Tann/Rhön |